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Acredia: Negative BIP- und Insolvenzprognose

26.3.2020 – 1,5 Prozent geringeres Bruttoinlandsprodukt, acht bis zehn Prozent mehr Unternehmensinsolvenzen – damit muss Österreich laut Kreditversicherer Acredia im Jahr 2020 rechnen.

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Die Acredia Versicherung AG geht in einer Prognose aktuell davon aus, dass Österreich 2020 um acht bis zehn Prozent mehr Unternehmensinsolvenzen sehen wird.

Dies hänge auch davon ab, wie sich die Unterstützung durch die Banken gestaltet, heißt es in der am Mittwoch veröffentlichten Mitteilung.

„Zum Vergleich: Im Jahr 2009 waren es 8,9 Prozent“, zieht der Kreditversicherer einen Vergleich zum damaligen Krisenjahr.

Global betrachtet, erwarte man um 14 Prozent mehr Insolvenzen, sagt Acredia-Vorständin Gudrun Meierschitz.

BIP-Prognose

Was das weltweite Bruttoinlandsprodukt (BIP) betrifft, rechnet die Acredia für 2020 mit einem Wachstum von 0,8 Prozent.

Dies entspräche etwa einem Drittel des Wertes von 2019, wie der Analyse „Covid-19: Quarantined Economics“ (PDF-Dokument, 7,01 MB) von Allianz und Euler Hermes zu entnehmen ist.

Für Österreich nimmt Acredia für das Jahr 2020 einen BIP-Rückgang um 1,5 Prozent an. „2021 erwarten wir dann in Österreich ein BIP-Wachstum von +1,7 Prozent.“

Besonders betroffene Branchen

Die am stärksten gefährdeten Branchen sind Acredia zufolge diejenigen, die besonders stark vom Welthandel abhängig sind und/oder Unterbrechungen der Lieferketten ausgesetzt sein könnten.

Der Versicherer nennt in dem Zusammenhang die Sektoren Maschinen und Ausrüstung, Textil, Computer und Elektronik, Rohstoffe, aber auch Transport, Hotels und Gastronomie aufgrund der geringeren Einnahmen aus dem Tourismus.

„Bestmöglich vorbereitet“

Sich selbst sieht die Acredia „bestmöglich“ vorbereitet. Viele Mitarbeiter seien bereits aus den Jahren 2008 und 2009 „krisenerprobt“, so Meierschitz und ihr Vorstandskollege Ludwig Mertes.

„Wir haben umfangreiche Vorkehrungen getroffen, wie beispielsweise unsere Acredia Task Force, die die aktuelle Lage beobachtet und entsprechende Maßnahmen zur Sicherstellung des Geschäftsbetriebs, zur Kommunikation und zum Schutz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Kundinnen und Kunden setzt.“

Auf ihrer Website hat die Acredia einen „Themenschwerpunkt Coronavirus“ eingerichtet. Dort werde „über neue Maßnahmen und mögliche mikro- und makroökonomische Auswirkungen von Covid-19“ informiert.

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