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Allianz: Österreich im globalen Spitzenfeld der Resilienz

16.3.2026 – Der „Global Social Resilience Index“ misst, wie widerstandsfähig Länder strukturell gegenüber sozialen, politischen und wirtschaftlichen Schocks sind. Österreich erreicht in der Allianz-Analyse 78,7 von 100 möglichen Punkten und belegt damit Platz sieben unter 171 Ländern. Der globale Indexwert beträgt 47,9 Punkte.

Der neue „Allianz Social Resilience Index 2025“ (SRI) bewertet die strukturelle Widerstandsfähigkeit von 171 Ländern gegenüber sozialen, politischen und wirtschaftlichen Schocks anhand von zwölf wirtschaftlichen, sozialen, institutionellen und externen Indikatoren.

Er kann die Werte 0 bis 100 annehmen und soll zeigen, „wie gut Staaten in der Lage sind, soziale, politische und ökonomische Schocks abzufedern und langfristige Stabilität zu sichern“, erklärt die Allianz.

Der Versicherungskonzern veröffentlicht den SRI jährlich. Die Analyse soll Wirtschaft, Politik und Investoren „als Frühindikator für gesellschaftliche Spannungen und potenzielle Risikoentwicklungen“ dienen, wie es heißt.

Global 47,9 Punkte

Der globale SRI-Wert stieg 2025 von 47,4 auf 47,9 Punkte. Er verbesserte sich damit zum dritten Mal in Folge.

Diese Entwicklung werde „von geringerer importierter Inflation in vielen asiatischen Volkswirtschaften, stabileren Währungen sowie einer spürbaren Stärkung der staatlichen Institutionen in Asien und Teilen Zentral- und Osteuropas“ getragen.

An der Spitze des Rankings stehen erneut die nordischen Länder: Finnland (84,3 Punkte), Dänemark (83,8 Punkte) und Island (81,4 Punkte).

Zunehmende Polarisierung

Gleichzeitig zeige sich eine zunehmende Polarisierung. „Während einige Länder ihre institutionellen Kapazitäten stärken, verlieren andere an sozialer Kohäsion oder geraten durch geopolitische Belastungen unter Druck.“

Eine potenzielle neue Herausforderung für die soziale Resilienz sei der erneute Energiepreisschock wegen des Konflikts im Nahen Osten. Europa sei hier strukturell stärker exponiert als die USA.

„Besonders anfällig“ seien aber Schwellenländer mit geringerer Resilienz und begrenzten fiskalischen Spielräumen.

Österreich mit 78,7 Punkten auf Platz 7

Allianz Social Resilience Index (Cover; Quelle: Allianz)
„Allianz Social Resilience Index 2025“
(Cover; Quelle: Allianz)

Österreich zählt im SRI zu den widerstandsfähigsten Ländern der Welt: Es belegt mit 78,7 Punkten Platz 7, nach Platz 6 ein Jahr zuvor.

„Der minimale Rückgang von 0,2 Punkten im Vergleich zu 2024 bedeutet keine Veränderung des strukturell hohen Niveaus der sozialen und institutionellen Belastbarkeit“, fügt die Allianz hinzu.

Mit diesem Indexwert bestätige Österreich seine „Rolle als eine der stabilsten und resilientesten Volkswirtschaften in Europa“.

Viel Lob für Österreich

Insbesondere Österreichs „starke institutionelle Qualität“ wird hervorgehoben. Sie sei ein Faktor, der im internationalen Kontext zunehmend an Bedeutung gewinne. Hoher Effektivität staatlicher Strukturen und Vertrauen in Rechtsstaatlichkeit seien Faktoren, die die politische Stabilität unterstützen.

Von zentraler Bedeutung seien weiters Österreichs soziale Sicherungssysteme: Sie tragen laut Allianz dazu bei, externe Schocks abzufedern und breite gesellschaftliche Teilhabe zu gewährleisten. Auch die ökonomische und fiskalische Resilienz bleibe „solide“.

Daniel Matic, CEO der Allianz Österreich, spricht angesichts dessen von einem „Standortvorteil, der in Zeiten geopolitischer Unsicherheit kaum hoch genug bewertet werden kann“.

Gleichzeitig mache der Bericht deutlich, dass Resilienz keine Selbstverständlichkeit sei. Matic: „Wir müssen gezielt in gesellschaftlichen Zusammenhalt, Bildung, Digitalisierung und die Transformation des Wirtschaftsstandorts investieren, um auch in Zukunft stabil zu bleiben.“

„Middle-Resilience Trap“

Als sogenannte „Middle-Resilience Trap“ bezeichnet die Allianz einen „Zwischenzustand“, der weder ausreichend niedrig ist, um externe Unterstützung oder tiefgreifende Reformen zu erzwingen, noch hoch genug, um langfristige politische und gesellschaftliche Stabilität zu gewährleisten.

Diese „Middle-Resilience Trap“ siedelt die Allianz bei einem Resilienzwert von 65 bis 70 Punkten an. Länder, die in diesem Bereich stagnieren, neigten stärker zu politischer Polarisierung, Reformstau und sozialen Konflikten.

Österreich nicht in der „Falle“

Die Allianz sieht unter anderem Tschechien, Ungarn, Italien, die USA und Japan in dieser Gruppe von Ländern, die, trotz teils hoher materieller Lebensstandards, „eine wachsende Diskrepanz zwischen wirtschaftlichem Wohlstand und institutioneller Leistungsfähigkeit aufweisen“.

Diese Stagnation gehe mit zunehmender politischer Polarisierung, Reformblockaden, einer geringeren Vorhersehbarkeit von Politikprozessen sowie einer Erosion des Vertrauens in staatliche Institutionen einher.

Österreich liege aber deutlich oberhalb dieses Bereichs und zähle damit weiterhin zu den „hochresilienten Staaten mit stabiler langfristiger Perspektive“.

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Digitalisierung · Ranking
 
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