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Creditreform Rating stellt Österreich gutes Zeugnis aus

26.3.2024 – Die Ratingagentur bestätigt das Staatenrating bei „AA+“, Ausblick stabil. Für 2024 wird eine moderate, für 2025 eine stärkere Erholung des BIP erwartet. Die Staatsschuldenquote werde mittelfristig wohl nicht wesentlich sinken, sie liege aber deutlich unter dem Schnitt des Euroraums. Die fiskalischen Risiken werden als „beherrschbar“ eingestuft.

Die Creditreform Rating AG hat die Bonität der Republik Österreich mit einem „AA+“ bestätigt. Dies gab das Unternehmen am Montag bekannt.

Der „stabile Ausblick“ spiegle zudem die Ansicht wider, „dass Abwärtsrisiken hinsichtlich der makroökonomischen Entwicklung und der angenommenen nur langsamen Haushaltskonsolidierung durch die außenwirtschaftliche Stärke, den robusten institutionellen Rahmen und insgesamt ausreichende fiskalische Polster ausgeglichen werden“, heißt es weiter.

Der Analyse zufolge wird die Entwicklung des realen Bruttoinlandsprodukts 2023 auf –0,8 Prozent geschätzt. Für 2024 erwartet die Agentur mit +0,4 Prozent eine „moderate Erholung“.

Nach moderatem Plus 2024 voraussichtlich ein stärkeres 2025

„Diese Erholung dürfte sich im Jahr 2025 verstärken, teilweise unterstützt durch die erwartete Lockerung der Geldpolitik“, so Creditreform Rating. „Der Tourismus dürfte neben dem relativ robusten Arbeitsmarkt eine wichtige Säule bleiben.“

Im Zusammenhang mit russischen Energieimporten gebe es noch Risiken, es habe aber „deutliche Fortschritte bei der Reduzierung der Abhängigkeiten“ gegeben.

Und: „Die jüngste ökosoziale Steuerreform, Initiativen zur Schaffung von Wohnraum sowie die Bemühungen, den digitalen und grünen Wandel voranzutreiben, werden als positive Schritte zur Stärkung der mittelfristigen Wachstumsaussichten Österreichs gewertet.“

Grundsätzlich, so Creditreform, stellen „das relative hohe Wohlstandsniveau, die diversifizierte Wirtschaftsstruktur und die wettbewerbsfähigen Exporte“ eine gewichtige wirtschaftliche Grundlage dar.

„Starker institutioneller Rahmen“

Die „hohe Kreditwürdigkeit“ sieht Creditreform Rating durch ein „starkes institutionelles Grundgerüst“ untermauert, das maßgeblich durch die Mitgliedschaft in EU und Wirtschafts- und Währungsunion unterstützt werde.

Angesichts der diesjährigen Nationalratswahlen bringe „eine höhere Fragmentierung der politischen Landschaft“ Unsicherheiten bezüglich der Bildung einer stabilen Regierung.

Grundsätzlich trage die „in der Vergangenheit beobachtete Bereitschaft zur Umsetzung wichtiger Strukturreformen“ positiv zur Gesamteinschätzung bei. „Ein Augenmerk gilt derzeit auch Maßnahmen zur Stärkung von Korruptionsbekämpfung.“

Fiskalische Risiken „beherrschbar“

Was die Budgetlage angeht, deuteten aktuelle Haushaltspläne nicht auf eine zügige Haushaltskonsolidierung hin, und die gesamtstaatliche Schuldenquote werde „mittelfristig voraussichtlich nicht wesentlich sinken“, meint Creditreform Rating.

Gleichwohl liege die Staatsschuldenquote Österreichs deutlich unter der des Euroraums insgesamt, und die fiskalischen Risiken werden als beherrschbar angesehen.

Für 2022 wird die österreichische Staatsschuldenquote in dem Papier mit 78,4 Prozent angegeben, jene des gesamten Euroraums mit 90,9. Die Schätzung für den österreichischen Wert 2024 lautet auf 76,4 Prozent.

„Solides Schuldenmanagement“

„Eventualverbindlichkeiten und Ausgabendruck durch den demografischen Wandel“ bleiben nach Ansicht der Ratingagentur als Risiken weiterhin zu beobachten.

Das „solide Schuldenmanagement“ und das Schuldenprofil stellten insgesamt risikomindernde Faktoren mit Blick auf die Tragfähigkeit der öffentlichen Finanzen dar.

Außenwirtschaft

Außenwirtschaftliche Risiken seien „durch Österreichs internationale Nettogläubigerposition und vorherrschende Leistungsbilanzüberschüsse begrenzt“.

Letztere, so Creditreform, spiegeln auch die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft wider.

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Darlehen · Rating · Steuern
 
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