11.8.2026 – Das öffentliche Gesundheitssystem steht vor enormen Herausforderungen. Inwieweit die private Kranken- und Gesundheitsversicherung vorhandene und entstehende Lücken schließen kann und soll, steht im Mittelpunkt dieser Ausgabe. Wir haben darüber mit mehreren Experten gesprochen.
Sollen Wahlärzte künftig verpflichtet werden, auch Kassenpatienten zu behandeln? Mit dieser Frage befasste sich ein hochkarätig besetztes Experten-Panel des VersicherungsJournals.
Im Mittelpunkt standen dabei die möglichen Auswirkungen auf die private Krankenversicherung, die Herausforderungen für bestehende Versorgungskapazitäten sowie die Frage, wie sich das Zusammenspiel zwischen öffentlichem und privatem Gesundheitssystem künftig entwickeln könnte.
Ein zentrales Fazit der Diskussion: Die private Krankenversicherung wird auch in Zukunft eine wichtige ergänzende Rolle einnehmen, indem sie den Versicherten zusätzliche Wahlfreiheit und hochwertige Serviceleistungen bietet.
Die private Krankenversicherung zählt seit Jahren zu den dynamischsten Sparten der österreichischen Versicherungswirtschaft. Sowohl das Prämienaufkommen als auch die Ertragsentwicklung zeigen kontinuierlich nach oben.
Welche Faktoren diese Entwicklung antreiben und welche Perspektiven sich daraus ergeben, erläutert danach Rudolf Mittendorfer in einem ausführlichen Gastkommentar.
Die steigende Lebenserwartung ist zweifellos eine erfreuliche Entwicklung. Gleichzeitig wächst jedoch auch die Zahl jener Lebensjahre, die viele Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen verbringen.
Welche Herausforderungen sich daraus für Versicherer ergeben und welchen Beitrag Prävention leisten kann, damit Menschen möglichst lange gesund bleiben, war ein weiterer Schwerpunkt unserer Gespräche mit Experten aus der Versicherungsbranche.
Steigende Wartezeiten und Aufnahmestopps bei zahlreichen Kassenärzten führen nach Ansicht von Versicherungsmakler Avers wiederum dazu, dass immer mehr Patientinnen und Patienten auf Wahlärzte ausweichen müssen – und damit zusätzliche Kosten tragen.
Entsprechend gewinnt die private Krankenversicherung aus seiner Sicht weiter an Bedeutung.
Außerdem werfen wir einen Blick auf die Entwicklung der Krankenstände im Jahr 2025. Besonders häufig führen weiterhin Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems sowie psychische Erkrankungen zu längeren Ausfällen.
Gleichzeitig zeigt sich, dass bei Prävention, Versorgung und Rehabilitation weiterhin erheblicher Handlungsbedarf besteht.
Sie können das neue „VJ Spezial – Die Zukunft der Krankenversicherung“ hier herunterladen oder online lesen.
Klaus Schweinegger
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