Detailinformationen zu Unwettern nun verfügbar

3.7.2018 – Trockenheit auf der einen Seite, Unwetter auf der anderen haben laut Hagelversicherung im ersten Quartal in der Landwirtschaft Schäden von insgesamt 110 Millionen Euro verursacht. Die neuen Klima-Portale der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik machen es nun möglich, einzelne Schadenereignisse online zu identifizieren und Informationen über das jeweilige Schadausmaß zu erhalten.

Mit 27. Juni hat die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) auf ihrer Website die neuen Klima-Portale präsentiert. Unter dem Menüpunkt „Klima aktuell“ können historische Klimadaten, Klimaextreme sowie eine Unwetterchronik eingesehen werden.

Im Bereich Klimamonitoring werden für das gesamte Bundesgebiet sowie für 30 Wetterstationen Lufttemperatur, Niederschlag und Sonnenscheindauer zurückreichend bis 1961 angezeigt. Angeboten werden Daten zu einzelnen Tagen, Monaten, Jahreszeiten oder für das ganze Jahr.

Unter dem Punkt „Klimaextreme“ finden sich Extremwerte der maximalen und minimalen Lufttemperatur sowie der Niederschlagsmengen ebenfalls ab 1961. Erstellt werden jeweils Ranglisten der Top-10-Werte. Ausgewählt werden können einzelne Bundesländer sowie verschiedene Zeiträume.

Unwetterchronik

Meteorologische Extermereignisse, die mit einem relevanten sozioökonomischen Schaden verbunden sind, werden im Bereich Unwetterchronik dargestellt, wie die ZAMG betont. Es finden sich kurzfristige Extremereignisse ebenso wie länger andauernde sowie Ereignisse, die auf indirekte Auswirkungen extremer Wetterereignisse zurückzuführen sind.

Angeboten wird eine Filterfunktion für einzelne Kategorien, wobei in den meisten Fällen noch eine detailliertere Auswahl möglich ist. So können Niederschläge, Wind, Schadenblitze, Lawinen, gravitative Massenbewegungen, Oberflächenwasser und Temperatur österreichweit oder für einzelne Gebiete angezeigt werden.

Zu jedem Einzelereignis gibt es weitere Detailinformationen, wobei neben Datum und geographischen Angaben ein allgemeiner Informationstext sowie Daten zu Sach-, Flur-, Personen- oder Sekundärschäden zur Verfügung stehen.

Die Daten sind derzeit für den Zeitraum seit Jänner 2016 abrufbar. Eine Veröffentlichung historischer Daten soll schrittweise erfolgen, so die ZAMG. Einzelne Schadenereignisse können auf einer interaktiven Österreich-Karte mit Zoom-Funktion gefunden werden.

110 Millionen Euro Schaden

Quelle: Hagelversicherung
Zum Vergrößern Bild anklicken (Quelle: Hagelversicherung)

Die Auswirkungen der jüngsten Wetterkapriolen auf die Landwirtschaft hat die Österreichische Hagelversicherung VVaG dokumentiert. Ihr zufolge haben Unwetter, Trockenheit und tierische Schädlinge im zweiten Quartal 2018 Schäden in Höhe von 110 Millionen Euro verursacht.

Die größten Schäden richtete dabei die Trockenheit vor allem im Norden des Landes an. Der Gesamtschaden bei Getreide betrage 80 Millionen Euro, allerdings würden die Auswirkungen bei Herbstkulturen und bei Grünland erst im September genau abschätzbar sein.

Teilweise katastrophale Unwetter mit Starkniederschlägen, Überschwemmungen und Hagel führten hingegen im Süden und Osten Österreichs zu Schäden von mehr als 25 Millionen Euro, so die Hagelversicherung. Darüber hinaus verursachten Fraßschäden vor allem an Zuckerrüben einen weiteren Ausfall von fünf Millionen Euro.

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Elementarschaden · Unwetter
 
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