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KI macht Berater „alles andere als überflüssig“

18.3.2026 – Der VÖVM hat am Dienstag zum „Brokers Lunch“ in Wien geladen. Bipar-Präsident Yorck Hillegaart beleuchtete wesentliche Herausforderungen der Branche, von Regulierung über Altersvorsorge und Naturkatastrophen bis Cybersicherheit. Er zeigte sich überzeugt, dass die menschliche Beratung trotz KI wichtig bleibt – zumal die Fragen „größer werden“.

VÖVM-Vorstand beim Brokers Lunch 2026 (Bild: Lampert)
VÖVM-Vorstand beim Brokers Lunch 2026 (Bild: Lampert)

Traditionell lädt der Verband Österreichischer Versicherungsmakler (VÖVM) alljährlich im März zum „Brokers Lunch“ – in diesem Jahr gestern, Dienstag, wieder im Haus des Österreichischen Gewerbevereins in Wien.

VÖVM-Präsident Klaus Koban warf in seiner Begrüßung einen kurzen Blick auf das Branchengeschehen im Maklermarkt. Er sprach von einer Konsolidierungswelle und bezeichnete Österreich in dieser Hinsicht als einen „Hotspot“. Der VÖVM habe seine Mitgliederzahl dennoch ausbauen können.

In der täglichen Arbeit sei eine Verschiebung des Verwaltungsaufwands von Versicherungsunternehmen zu Maklern zu spüren. Dies gebe Anlass zu Diskussionen, letztlich im Hinblick auf die Honorierung.

Regulierung verhindert oder begrenzt

Als Keynote-Speaker skizzierte der Präsident des europäischen Versicherungsvermittler-Verbandes Bipar, Yorck Hillegaart, einige der Herausforderungen, mit denen die Branche konfrontiert ist.

Kritisch sieht er die Komplexität der europäischen Regulierung, auch wenn sich das Ziel eines „Simplify Europe“ gut anhöre. Als positiv verbuchte er, dass es den Interessenvertretern gelungen sei, Regulierung zu verhindern oder zumindest einzugrenzen. Konkret verwies er auf die Debatte um ein Provisionsverbot.

Zum Thema „ESG“ merkte er an, dieses habe zuletzt an Tempo verloren. Er erwartet aber, dass es wieder auf die Agenda gesetzt werden wird und dass auch Kunden selbst nach Nachhaltigkeit fragen werden.

Lösungen für Pension, Gesundheit, Naturkatastrophen

Keynote-Speaker Yorck Hillegaart (Bild: Lampert)
Der Keynote-Speaker:
Bipar-Präsident Yorck Hillegaart
(Bild: Lampert)

Als wesentliche Fragen abseits der Regulierung identifizierte er speziell jene nach der künftigen Gestaltung der Altersvorsorge und der Deckung zunehmender Schäden infolge von Naturkatastrophen. „Finanziell stemmbare“ Gesundheitsvorsorge-Produkte nannte er in diesem Zusammenhang ebenfalls.

„Wie bekommen wir die Schutzlücken für die Kunden geschlossen?“ Diese Frage betreffe Einzelpersonen ebenso wie Gewerbe und Industrie. „Wir sind im Dialog, um Lösungen zu entwickeln“, fügte Hillegaart hinzu.

Ein weiterer Themenkreis: Cybersicherheit und künstliche Intelligenz. Letztere sei „eine Kraft, deren Auswirkungen noch nicht absehbar sind“, im Positiven wie im Negativen.

KI macht Berater nicht überflüssig

An der Schnittstelle zu den Kunden gelte es, deren Erwartungen „im digitalen Umfeld“ zu verstehen, betonte Hillegaart.

Die Fragen, auf die Antworten gefunden werden wollen, würden immer größer – und Hillegaart ist sich sicher: Auch in Zeiten künstlicher Intelligenz sei menschliche Beratung alles andere als überflüssig.

 
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