Kurz notiert

8.6.2018 – Greco JLT steigert Umsatz auf 80 Millionen Euro und gibt sich einen neuen Slogan. – Maklergruppe und Donau implementieren eine Dunkelverarbeitungsschnittstelle für die Kfz-Versicherung. – Aon Austria bezieht ein neues Headquarter in Wien. – Zürich zieht erste Bilanz über Telefonberatung in der Rechtsschutzversicherung. – Prozessfinanzierer bewirbt Angebot zum Rücktritt von Lebensversicherungen. – Die Hagelversicherung berichtet über jüngste Schäden von mehr als fünf Millionen Euro in der Landwirtschaft. – VIG unterschreibt Kaufvertrag für die polnische Gothaer TU. – Generali CEE ist auf Einkaufstour.

Aktuelle Meldungen der letzten Tage kurzgefasst:

Greco JLT: Umsatzplus und neuer Slogan

Greco JLT hat 2017 „nicht zuletzt wegen eines starken Wachstums in Südosteuropa und den GUS-Staaten“ den konsolidierten Konzernumsatz um 3,35 Prozent auf 80,0 Millionen Euro gesteigert. Dies gab das Maklerunternehmen am Dienstag bekannt.

Das Prämienvolumen wuchs um 5,5 Prozent auf 640 Millionen Euro, der Gewinn vor Steuern betrug 12,1 Millionen Euro (2016: 12,8 Millionen Euro). Das Unternehmen beschäftigt 795 Mitarbeiter in 16 Ländern mit 52 Niederlassungen in Mittel-, Südost- und Osteuropa.

Mit einem neuen Slogan – „GrECo JLT, matter of trust.“ – wolle man im Außenauftritt die Bedeutung des gegenseitigen Vertrauens in der Beziehung zu den Klienten unterstreichen.

Maklergruppe und Donau richten Dunkelverarbeitungsschnittstelle ein

Die Maklergruppe Versicherungsmakler GmbH meldet die Verfügbarkeit einer neuen, mit der Donau Versicherung AG entwickelten Dunkelverarbeitungsschnittstelle.

Maklergruppe-Partner können „im eigenen Schnellrechensystem einen Kfz-Versicherungsvergleich durchführen und direkt aus diesem die Antragsdaten digital zur Polizzierung an die Donau Versicherung übermitteln“.

Der Makler erhält vollautomatisiert die Polizze, „der Kunde in kürzester Zeit das Originaldokument“, so Die Maklergruppe.

Nach Angaben der Maklergruppe soll nun in einem nächsten Schritt eine Schnittstelle für die Eigenheim- und Haushaltsversicherung entwickelt werden.

Aon Austria bezieht neues Headquarter in Wien

CEO Helmut Geil (Foto: Aon Austria)
CEO Helmut Geil
(Foto: Aon Austria)

Aon Austria hat nach der Fusion der Aon-Gesellschaften mit der Vero-Gruppe ein neues „Österreich-Headquarter“ am Schwarzenbergplatz in Wien bezogen.

„Wir wollen unsere Präsenz verstärken, indem wir das Angebot unserer Dienstleistungen für die Unternehmen in diesem Teil des europäischen Kontinents erweitern“, so Carlo Clavarino, Executive Chairman Aon EMEA.

„Unsere Standortwahl ist ein klares Bekenntnis zu Österreich als wichtiger Kernmarkt für die Wachstumsstrategie und Expansionspläne der Aon-Gruppe“, fügt Helmut Geil, CEO Aon Austria, hinzu.

Zürich: Erste Bilanz zu neuem Rechtsschutz-Service am Telefon

Die Zürich Versicherungs-AG offeriert seit April ein zusätzliches Service-Angebot im Rahmen des Beratungs-Rechtsschutzes: Kunden können sich am Telefon vom Anwalt beraten lassen.

Die telefonische Rechtsberatung führen Partneranwälten der Zürich zu Bürozeiten durch. Kunden, deren Vertrag schon mehr als drei Monate besteht, können einmal pro Monat kostenlos davon Gebrauch machen.

„Mehr als 15 Prozent aller anwaltlichen Beratungsgespräche finden bereits am Telefon statt“, zieht Richard Fabsits, Leiter Bereich Leistung, Bilanz. Die telefonische Rechtsberatung spare Zeit, da keine Terminvereinbarung erforderlich sei.

„Die meisten Anfragen können außerdem gleich beim ersten Anruf abschließend gelöst werden.“ Ist eine weitere anwaltliche Beratung erforderlich, stehen die Anwälte aus dem Zürich-Anwaltsnetz zur Verfügung.

Ewiges Rücktrittsrecht: Prozessfinanzierer Facto startet Angebot

Fabian Keller (Vorstandsvorsitzender Facto AG), André Bujara (Gesamtprojektleiter Facto Österreich) und Alexander Klauser (Verbraucherschutzexperte und Rechtsanwalt) (Foto: Facto Financial Services AG/APA-Fotoservice/Hörmandinger)
Fabian Keller (Vorstandsvorsitzender Facto AG), André Bujara
(Gesamtprojektleiter Facto Österreich) und Alexander Klauser
(Verbraucherschutzexperte und Rechtsanwalt) (Foto: Facto
Financial Services AG/APA-Fotoservice/Hörmandinger).
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Mit der Facto Services GmbH in Wien bewirbt nun ein weiterer Prozessfinanzierer ein Angebot zur Rückabwicklung von Lebensversicherungen im Zusammenhang mit dem „ewigen Rücktrittsrecht“ bei fehlerhafter Beratung über das Rücktrittsrecht.

Kunden können ihren Vertrag mit einem Gratistest auf die Möglichkeit einer Rückabwicklung prüfen lassen, erklärt Facto. Nach Abschluss eines kostenlosen Prozessfinanzierungsvertrags übernehme Facto die – außergerichtliche und allenfalls gerichtliche – Rückabwicklung.

Anwalts- und Prozesskostenrisiken trage Facto. Im Erfolgsfall erhalte der Versicherungsnehmer 70 Prozent des Nettoerlöses.

In Deutschland habe die 2009 gegründete und auf die Rückabwicklung von Lebens- und Rentenversicherungen spezialisierte Facto Financial Services AG „bereits mehr als 2.000 erfolgreiche Verfahren geführt“.

Hagelversicherung: Millionen-Schäden in der Landwirtschaft

Die Österreichische Hagelversicherung VVaG musste in den letzten Tagen gleich mehrfach von Unwetterschäden in der Landwirtschaft berichten. Am Freitag voriger Woche sei es in den Bezirken Horn, Hollabrunn, Waidhofen an der Thaya und in der Buckligen Welt (Niederösterreich) zu Schäden von rund 1,5 Millionen Euro gekommen.

Tags darauf sei in den steirischen Bezirken Weiz und Südoststeiermark ein Gesamtschaden von mehr als zwei Millionen Euro entstanden; auch das Burgenland und Kärnten seien letztes Wochenende in Mitleidenschaft gezogen worden. Die Hagelversicherung spricht von schweren Schäden auf einer Agrarfläche von fast 10.000 Hektar.

Montagnachmittag traf es die Steiermark erneut. Durch Starkniederschläge und Hagel wurden 3.000 Hektar Agrarfläche „teilweise regelrecht zerstört“, so die Hagelversicherung. Der Gesamtschaden belaufe sich auf 1,3 Millionen Euro.

Der zuständige Landesleiter in der Steiermark, Josef Kurz, sieht zum einen den Klimawandel als Treiber für Unwetterextreme und daraus folgendes erhöhtes Schadenaufkommen. Zum anderen „ist durch die zunehmende Verbauung immer weniger Boden als natürlicher Wasserspeicher vorhanden“.

VIG kauft Gothaer Versicherungsgesellschaft in Polen

Die Vienna Insurance Group AG (VIG) hat am Mittwoch einen Vertrag zur 100-prozentigen Übernahme der in Warschau ansässigen Gothaer Towarzystwo Ubezpieczen (Gothaer TU) unterschrieben. Der Kauf erfolgt vorbehaltlich der Zustimmung der lokalen Behörden.

Die Tochter der deutschen Gothaer Finanzholding AG vertreibe ihre Nichtlebensversicherungen vorwiegend über Makler und Agenten und verfüge über sechs Zweigniederlassungen und ein breit ausgebautes Netzwerk von Agenten, so die VIG.

Das Prämienvolumen wird für 2017 mit rund 150 Millionen Euro beziffert. Der Versicherer habe mehr als 632.000 Kunden, verwalte rund zwei Millionen Versicherungsverträge und beschäftige derzeit 530 Mitarbeiter.

„Mit dem Kauf der Gothaer erhöhen wir unseren Marktanteil im Nichtlebensbereich von 6,2 Prozent auf 7,8 Prozent“, sagt VIG-Vorstandsmitglied Franz Fuchs. Aktuell ist die VIG in Polen mit vier Gesellschaften vertreten, die nach Konzernangaben 2017 rund 887 Millionen Euro an Prämien und 35,5 Millionen Euro Gewinn vor Steuern erwirtschafteten.

Generali CEE auf Einkaufstour

V.l.n.r.: Gregor Pilgram, CFO der Generali CEE Holding; Luciano Cirinà, Austria, CEE & Russia Regional Officer und CEO der Generali CEE Holding; Miroslav Singer, Chief Economist der Generali CEE Holding (Foto: Generali CEE)
Beim Pressegespräch in Ljubljana (v.l.n.r.): Gregor Pilgram (CFO
der Generali CEE Holding), Luciano Cirinà (Austria, CEE & Russia
Regional Officer und CEO der Generali CEE Holding) und Miroslav
Singer (Chief Economist der Generali CEE Holding).
(Bild: Generali CEE). Zum Vergrößern Bild klicken.

Der Generali-Konzern hat 2017 in der zehn Länder umfassenden CEE-Region 3,60 Milliarden Euro (+3,2 Prozent) an Prämien eingenommen, der Gewinn nach Steuern stieg um 5,2 Prozent auf 316 Millionen Euro, die Combined Ratio verbesserte sich um 1,7 Punkte auf 87,8 Prozent.

Seit Anfang 2018 sind innerhalb des Konzerns auch Russland und Österreich der Region CEE (Austria, CEE & Russia) zugeordnet (VersicherungsJournal 15.12.2017). Einschließlich dieser Märkte erzielte die Region Prämieneinnahmen von 6,19 Milliarden Euro (+2,2 Prozent) – Österreich steuert somit rund 42 Prozent bei – und 504 Millionen Euro Gewinn nach Steuern (+4,6 Prozent).

Die Generali sieht die Region „auch weiterhin als Ziel für Wachstum und Investitionen“, wie Luciano Cirinà, CEO der Generali CEE Holding, am Dienstag bei einem Mediengespräch in Ljubljana sagte. So habe die Generali CEE eine Vertriebskooperation mit der Unicredit vereinbart, die in den kommenden Monaten ausgerollt werden soll.

Zudem seien Kaufverträge zur Übernahme unter anderem des slowenischen Versicherers Adriatic Slovenica sowie der polnischen „Concordia“-Gesellschaften (ein Lebens- und ein Nichtlebensversicherer) unterzeichnet worden. Die Akquisitionen stehen unter dem Vorbehalt behördlicher Genehmigung.

 
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