12.6.2026 – Die laufenden Gesundheitsausgaben in Österreich sind 2025 um 6,1 Prozent auf 61,3 Milliarden Euro gestiegen. Die privaten Ausgaben machen fast genau ein Viertel dieser Summe aus; ihr Volumen – auch Leistungen in der privaten Krankenversicherung zählen dazu – wuchs um 6,5 Prozent. Die private Krankenversicherung zahlte 2025 um 8,7 Prozent mehr aus als 2024.

Die laufenden Gesundheitsausgaben haben in Österreich 2025 ein Volumen von 61,34 Milliarden Euro erreicht. Diese erste Schätzung für das vergangene Jahr meldete die Statistik Austria am Donnerstag.
Gegenüber 2024 ist der Betrag nominell um 6,1 Prozent (2024: +8,3 Prozent) gestiegen. Zum Vergleich: Die Inflation (VPI) betrug 2025 im Schnitt 3,6 Prozent.
Innerhalb von sieben Jahren, also gegenüber 2018 (damals 40,30 Milliarden) wuchs das Ausgabenvolumen um knapp mehr als die Hälfte; die Inflation nach VPI betrug in diesem Zeitraum etwas mehr als 30 Prozent, das Bevölkerungswachstum rund 4 Prozent.
Die Gesundheitsausgaben des Jahres 2025 entsprechen in ihrer Höhe 11,9 Prozent (2024: 11,7 Prozent) des Bruttoinlandsprodukts.
Se sind 2025 stärker gewachsen als das BIP, merkt Manuela Lenk, fachstatistische Generaldirektorin der Statistik Austria an. Nominell legte das BIP um 3,8 Prozent zu, real um 0,6 Prozent.
Die öffentliche Hand also – Bund, Länder, Gemeinden und Sozialversicherungsträger – kamen 2025 für 46,4 Milliarden Euro und damit für 75,6 Prozent der laufenden Gesundheitsausgaben auf.
„Zuwächse gab es in sämtlichen Bereichen des Gesundheitswesens, unter anderem bei den Krankenanstalten, im Bereich der Langzeitpflege sowie bei medizinischen Gütern“, berichtet die Statistik Austria.
Insgesamt bedeute dies einen Anstieg um 5,9 Prozent gegenüber 2024. Die Zunahme liege aber deutlich unter dem Plus des Jahres 2024 (+7,7 Prozent) und unter dem durchschnittlichen jährlichen Anstieg 2018 bis 2024 (+6,6 Prozent).
Die restlichen 24,4 Prozent des Ausgabenvolumens entfielen auf die privaten laufenden Gesundheitsausgaben.
Darunter fallen jene der privaten Haushalte, der freiwilligen Krankenversicherungen, der privaten Organisationen ohne Erwerbszweck sowie der Unternehmen.
Die privaten laufenden Ausgaben stiegen den Angaben zufolge von 2024 auf 2025 um 6,5 Prozent 14,95 Milliarden Euro.
„Dieser Zuwachs lag über dem durchschnittlichen jährlichen Anstieg zwischen 2018 und 2024 von 5,0 Prozent“, so die Statistik Austria.
Die österreichische private Krankenversicherung hat 2025 laut Daten des Versicherungsverbandes (VVO) 2,18 Milliarden Euro an Versicherungsleistungen unmittelbar ausgezahlt, nach 2,01 Milliarden 2024 – eine Steigerung um knapp 9 Prozent.
Auch hier der längerfristige Vergleich: 2018 waren 1,42 Milliarden ausgezahlt worden. Das ist ein Anstieg um 54 Prozent. Die Anzahl der versicherten Personen nahm in diesem Zeitraum um 11,1 Prozent auf 3,66 Millionen zu.
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