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Lebensversicherungen „sind wieder eine attraktive Alternative“

29.5.2024 – In den kommenden zehn Jahren werden nach einer Prognose des Swiss Re Institute weltweit 1,5 Billionen US-Dollar an zusätzlichen Sparprämien für kapitalbildende Lebensversicherungen generiert werden – mehr als doppelt so viel wie in den zehn Jahren zuvor. Außerdem wird eine deutlich höhere Profitabilität des Lebensversicherungssektors erwartet; als Grund dafür werden die höheren Zinsen genannt.

Neuer Sigma-Bericht des Swiss Re Institute (Cover; Quelle: SRI)
Neuer Sigma-Bericht des Swiss Re Institute
(Cover; Quelle: SRI)

In einer neuen Ausgabe der „Sigma“-Reihe prognostiziert das Swiss Re Institute (SRI), dass in den kommenden zehn Jahren weltweit 1,5 Billionen US-Dollar an zusätzlichen Lebensversicherungssparprämien generiert werden.

Das weltweite Prämienvolumen soll dadurch bis 2034 auf insgesamt vier Billionen Dollar anwachsen. Zum Vergleich: In der gesamten Tiefzinsphase von 2010 bis 2019 sei das weltweite Volumen nur um 300 Milliarden Dollar gewachsen.

„Dank der gestiegenen Zinsen haben die Konsumenten nun attraktivere Möglichkeiten, ihr Alterseinkommen zu sichern, und wir sehen ein sehr positives Marktwachstum bei Lebensversicherungen, die diesem Bedürfnis gerecht werden“, sagt Paul Murray, CEO Life & Health Reinsurance von Swiss Re.

„Hilft, die Vorsorgelücke zu schließen“

Das SRI schätzt, dass von den Prämien, die in den kommenden zehn Jahren zusätzlich generiert werden, etwa 61 Prozent (900 Milliarden Dollar) auf die Industrieländer entfallen, 39 Prozent (578 Milliarden Dollar) auf die Schwellenländer.

„17 Prozent aller zusätzlichen Prämien entfallen allein auf China, wo das Prämienvolumen zwischen 2025 und 2034 um 256 Milliarden USD zunehmen wird“, geht das Institut weiter ins Detail.

Das Wachstum bei Lebensversicherungen helfe, die Vorsorgelücke zu schließen, so das SRI. „Diese betrug nach einer Schätzung des Swiss Re Institute für sechs Industrieländer plus China und Indien im Jahr 2022 106 Billionen USD.“

Gestiegene Zinsen „ein Gamechanger“

Stark gestiegene Renditen von Staatsanleihen sorgten jetzt auch bei Rentenversicherungen mit fester Verzinsung für bessere Anlagerenditen und Margen, heißt es vom SRI.

Seiner Prognose zufolge sollen in acht großen Lebensversicherungsmärkten – darunter die USA, Kanada, Großbritannien, Deutschland, Frankreich, Italien, Japan und Australien – zwischen 2022 und 2027 in Summe das operative Ergebnis der Versicherer um mehr als 60 Prozent und ihre Kapitalerträge um 40 Prozent steigen.

„Die gestiegenen Zinsen sind ein Gamechanger. Sparprodukte sind wieder attraktiv, und das ist eine direkte Folge der Zinsnormalisierung“, kommentiert Jérôme Jean Haegeli, Group Chief Economist von Swiss Re.

„Auch lang laufenden Produkten zur Risikoabsicherung kommen die höheren Anlagerenditen zugute“, so Haegeli weiter. „Lebensversicherungs- und Vorsorgeprodukte sind wieder eine attraktive Alternative, um rechtzeitig Alterskapital zu bilden und dem demografischen Wandel besser Rechnung zu tragen.“

Veränderte Lebensversicherungslandschaft

Der Bericht beschäftigt sich auch mit der Frage, wie börsennotierte Versicherer, Versicherer auf Gegenseitigkeit und Private-Equity-Firmen auf die langjährige Tiefzinsphase, die die Finanzkrise 2008 auslöste, reagiert haben.

Zu den fallen etwa mit dem Ausstieg aus zentralen Sparten oder dem Umstieg auf weniger kapitalintensive gebührenbasierte Strategien.

Zum Herunterladen

Der Bericht „Life insurance in the higher interest rate era: asset-savvy is the new asset-light“ (Sigma 2/2024) kann als PDF-Dokument von der Website der Swiss Re heruntergeladen werden.

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Lebensversicherung · Strategie
 
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