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Mehr als 30.000 Verkehrsunfälle in drei Quartalen

27.2.2026 – 37.274 Personen wurden in den ersten neun Monaten im Straßenverkehr verletzt, mehr als 313 getötet. Die Anzahl der Schwerverletzten erreichte laut Statistik Austria einen 14-Jahres-Höchststand. Fast 2.900 Kinder verunglückten bei Verkehrsunfällen, so viele, wie seit 18 Jahren nicht.

Pannendreieck (Bild: Stefan Schweihofer/Pixabay)
Bild: Stefan Schweihofer/Pixabay

In den ersten drei Quartalen 2025 kam es in Österreich nach vorläufigen Zahlen der Statistik Austria zu 30.158 Unfällen im Straßenverkehr. Dabei wurden 37.274 Menschen verletzt, 313 kamen ums Leben.

Gegenüber den ersten drei Quartalen 2024 wurden damit rund 900 Personen mehr verletzt. Zudem handle es sich bei der Anzahl der 2025 Verletzten um den höchsten Wert seit 2016, wie die Statistik Austria am Donnerstag mitteilte. (Anmerkung: Vergleiche beziehen sich im Folgenden stets auf die ersten drei Quartale eines Jahres.)

„Die größten Zunahmen sehen wir in Vorarlberg mit +8 Prozent und im Burgenland mit +6 Prozent. In diesen Bundesländern gab es so viele Verletzte wie seit 2016 bzw. 2012 nicht mehr“, sagt Manuela Lenk, fachstatistische Generaldirektorin von Statistik Austria.

Anzahl der Schwerverletzten auf 14-Jahres-Höchststand

Sowohl die Zahl der Leichtverletzten (+3 Prozent) als auch jene der Schwerverletzten (+2 Prozent) sei gestiegen, so Lenk weiter. 6.518 Personen wurden im Berichtszeitraum schwer verletzt – die höchste Zahl in den vergangenen 14 Jahren.

Die meisten Schwerverletzten seien Radfahrer gewesen (2.221 Personen, um 3 Prozent mehr als im Vorjahr). 61 Prozent der schwerverletzten Radfahrer verunglückten bei Alleinunfällen.

An zweiter Stelle folgten Motorradfahrer (1.371), danach Pkw-Insassen (1.305). Die Anzahl schwerverletzter Pkw-Insassen sowie Fußgänger (478) verringerte sich gegenüber 2024 um je 6 Prozent.

Bei fast einem Fünftel der Todesfälle waren schwere Lkw involviert

Von den 313 Getöteten verunglückte fast ein Fünftel (18,5 Prozent) bei Unfällen, an denen ein schwerer Lkw (über 3,5 t) beteiligt war. Dies sei der zweitgrößte Anteil seit Beginn der digitalen Aufzeichnungen 1992, nach 18,8 Prozent im Jahr 2010.

Bei diesen Schwer-Lkw-Unfällen kamen 29 Pkw-Insassen, 12 Fußgänger, 8 Motorrad-Fahrer, 5 Lkw-Lenker/-Mitfahrer und 4 Radfahrer ums Leben.

Fast 2.900 verunglückte Kinder

2.872 Verletzte der ersten neun Monate 2025 waren Kinder im Alter bis 14 Jahre, weitere sieben Kinder starben. Dies sei der höchste Wert verletzter oder getöteter Kinder in den vergangenen 18 Jahren.

42 Prozent der Kinder verunglückten mit dem Fahrrad (23,7 Prozent) oder E-Scooter (18,5 Prozent). Das bedeutet eine Zunahme um 42 Prozent gegenüber 2024, als 855 Kinder als Lenker oder Mitfahrer auf Fahrrädern oder E-Scootern verunfallten.

60 Prozent der verunglückten Kinder, die mit einem Rad unterwegs waren, trugen zum Unfallzeitpunkt einen Helm, bei den E-Scootern-Fahrern 17 Prozent.

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