Rückversicherer: Auch Moody’s rechnet mit höheren Preisen

10.9.2020 – Die Mehrheit der Rückversicherungskunden erwartet für das kommende Jahr Preissteigerungen von mehr als fünf Prozent. Sollte es an den Finanzmärkten zu neuen Verwerfungen kommen oder die Hurrikan-Saison in den USA zu höheren Schäden als erwartet führen, könnte es sogar noch teurer werden.

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Die Ratingagentur Moody’s hat Kunden von Rückversicherern über ihre Erwartungen für das kommende Jahr befragt. Die Ergebnisse bestätigen die Trends, mit denen auch der Rückversicherer Swiss Re rechnet (VersicherungsJournal 9.9.2020).

Die meisten Kunden von Rückversicherungen im Bereich Schaden und Unfall würden Preissteigerungen von mindestens fünf Prozent erwarten, heißt es in der Studie. Dies sei unter anderem die Folge von Corona-Virus, einer volatileren Entwicklung von Naturkatastrophenschäden und der niedrigen Zinsen.

Mehr als 90 Prozent der Studienteilnehmer würden 2021 Preiserhöhungen quer über alle Sparten erwarten, niemand dagegen Preissenkungen. Im Vorjahr hatte noch weniger als die Hälfte mit Preissteigerungen gerechnet.

Es kann noch schlimmer werden

Sollten sich die Bedingungen an den Kapitalmärkten in der zweiten Jahreshälfte verschlechtern oder die diesjährige US-Hurrikan- und Waldbrandsaison zu höheren Verlusten führen als bisher erwartet, könnten die Preissteigerungen nächstes Jahr sogar noch höher ausfallen.

Die größten Preissteigerungen werden für die Rückversicherung von Vermögenswerten erwartet, die Naturkatastrophen ausgesetzt sind, heißt es in der Studie. 80 Prozent der Kunden erwarten hier Steigerungen um mehr als fünf Prozent, während es vor einem Jahr nur 16 Prozent waren.

Einige Kunden rechnen damit, im kommenden Jahr ihr Volumen an Rückversicherungen zu steigern. Der Zuwachs werde aber geringer ausfallen als in den vergangenen beiden Jahren, weil die Preissteigerungen die Nachfrage dämpfen, so Moody‘s.

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