Umfrage: Sicherheit und Kosten beeinflussen Reiseplanung

5.5.2026 – Die meisten Österreicher sind laut „Urlaubsbarometer 2026“ reisebegeistert. Nichtsdestoweniger sind Sicherheit und Kosten bestimmende Aspekte in der diesjährigen Urlaubsplanung. Mehr als sieben von zehn Befragten wollen versichert in den Sommerurlaub.

Sandstrand am Meer (Bild: Ethan Robertson/Unsplash)
Bild: Ethan Robertson/Unsplash

Widrigen Rahmenbedingungen zum Trotz: Österreich bleibt reisefreudig, zeigt das neue „Urlaubsbarometer 2026“ von Europ Assistance: 80 Prozent bezeichnen sich als reisebegeistert, 43 Prozent sogar als „sehr begeistert“, wie das Unternehmen mitteilt.

Das Meinungsforschungsinstitut Ipsos hat hierfür zwischen 27. Februar und 7. April 11.001 Personen aus Frankreich, Deutschland, Großbritannien, Italien, Spanien, Österreich, Belgien, der Schweiz, Polen, Tschechien und Portugal sowie 15.000 Personen außerhalb Europas befragt.

Der 2025 erreichte Höchststand bleibe also „trotz eines instabilen globalen geopolitischen Umfelds und trotz der weiterhin weltweit hohen Lebenshaltungskosten“ stabil, folgert der Assistance-Dienstleister.

Konflikte und Preise beeinflussen die Planung

Bei der Reiseentscheidung zeichne sich aber „eine neue Realität“ ab. Sicherheit sei einer der wichtigsten Faktoren der Reiseplanung: Europaweit ist sie für 30 Prozent einer der Gründe für die Wahl eines Reiseziels, in Österreich für 29 Prozent.

Zusammen mit Sorgen in Bezug auf Inflation und gestiegene Preise seien es vor allem Kriege und bewaffnete Konflikten, die die Reisebegeisterung dämpfen und die Wahl des Reiseziels entscheidend beeinflussen, kommentiert Europ Assistance.

Apropos Kosten: Das geplante Familien-Urlaubsbudget für den Sommer dotieren die Österreicher heuer im Schnitt mit 2.489 Euro (Europa-Schnitt: 2.089 Euro) – etwas weniger als 2025 (2.584 Euro) also. Dennoch rechnen 51 Prozent mit leicht bis wesentlich höheren Ausgaben.

Der Wunsch nach Schutz sei hoch: 72 Prozent der Österreicher sichern sich den Angaben zufolge durch den Abschluss einer Reiseversicherung ab. Besonders der Verlust persönlicher Gegenstände, Unfälle oder Pannen sowie Krankheitsfälle stünden dabei im Fokus.

„Grünes“ Reisen wichtig, Risiko und Kosten aber vorrangig

Sicherheits- und Risikofragen sowie Kostenüberlegungen seien im Übrigen auch „deutlich häufiger entscheidend“ als der Aspekt Nachhaltigkeit, wenngleich diese „als Thema immer noch relevant“ sei.

Unter den Themen, die die Reiselust der Österreicher einschränken, rangiere der „ökologische Impact“ des Reisens mit 38 Prozent weit hinter Inflation (73 Prozent), Kriegen und bewaffneten Konflikten (63 Prozent).

„Ist man unterwegs, stehen ebenfalls andere Themen im Vordergrund.“, so Europ Assistance: Der eigene CO2-Fußabdruck beschäftige rund ein Viertel der Österreicher, liegt damit jedoch klar hinter einer Vielzahl an Sorgen im Hinblick auf Sicherheits-, Gesundheits- oder Wetterrisiken.

Österreich und das Meer

Die beliebtesten Reiseziele der Österreicher (Urlaubsbarometer 2026; Grafik: Europ Assistance)
„Urlaubsbarometer 2026“
Zum Vergrößern Grafik anklicken
(Quelle: Europ Assistance).

Und wo soll es hingehen? 36 Prozent der reisefreudigen Österreicher wollen laut der Umfrage im Inland urlauben. Jene, die es ins Ausland zieht, denken insbesondere an Italien (23 Prozent), Kroatien (15 Prozent) und Griechenland (12 Prozent).

„Die stärksten Faktoren bei der Wahl des Reiseziels sind das Wetter, bereits einmal dort gewesen zu sein und die Sicherheit vor Ort“, fügt Europ Assistance hinzu.

Dies werde auch durch die „idealen Urlaubsziele“ (Mehrfachnennungen möglich) unterstrichen: 19 Prozent wollen in die Berge, 21 Prozent aufs Land, 25 Prozent in eine Stadt, deutliche 63 Prozent ans Meer.

Bei der Wahl der Verkehrsmittel (Mehrfachnennungen möglich) setzt sich in Österreich die Hälfte der Urlauber ins Flugzeug (50 Prozent), fast ebenso viele (46 Prozent) fahren mit dem eigenen Auto, 20 Prozent nehmen die Bahn.

Schlagwörter zu diesem Artikel
Gesundheitsreform · Marktforschung · Nachhaltigkeit · Reiseversicherung
 
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