Wie Kunden das Thema Datenschutz sehen

8.5.2018 – Die Mehrheit der Kunden befürwortet laut einer Umfrage strengere Datenschutz-Regeln für Banken und Versicherer – obwohl zugleich verbreitet Vertrauen herrscht, dass die Daten bei den Instituten vor unbefugtem Zugriff sicher sind. Zwei Drittel geben an, dass ihnen (Daten-)Sicherheit noch wichtiger als Konditionen oder Beratung sei. Ebenso viele wünschen sich von ihrem Institut mehr Information über den Schutz ihrer Daten.

Am 24. Mai verleiht der Finanz-Marketing Verband Österreich (FMVÖ) die Gütesiegel des diesjährigen „Recommender“-Awards. Ab dem Tag danach werden die neuen Regeln der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) anzuwendendes Recht sein.

Diesen Umstand hat der FMVÖ zum Anlass genommen, sich bei jenen 4.000 Personen, die online für die Recommender-Studie befragt wurden, auch nach deren Einstellung zum Thema Datenschutz im Versicherungs- und Banksektor zu erkundigen.

Mehrheit befürwortet strengere Regeln

Ganz grundsätzlich begrüßt demnach eine klare Mehrheit strengere Datenschutz-Regeln für die Finanzbranche: 66 Prozent der von der Telemark Marketing Gebhard Zuber GmbH Befragten halten dies für nötig. Nur 16 Prozent sind anderer Meinung. 18 Prozent entschieden sich für ein „Weiß nicht“.

Die Kunden nehmen das Thema Datenschutz nicht auf die leichte Schulter, schließt Telemark-Marketing-Geschäftsführer Robert Sobotka daraus. Die hohe Zustimmung zu schärferen Regeln ziehe sich im Übrigen mit nur geringen Unterschieden quer durch die Bevölkerungsgruppen.

Sicherheit wichtiger als Konditionen und Beratung

Dass die große Mehrheit der Kunden dem Grundsatz folgt, dass es „nicht sicher genug“ sein kann, belegen weitere Erkenntnisse aus der Umfrage.

So schließen sich die meisten der Aussage an, dass ihnen bei Finanzgeschäften Sicherheit am wichtigsten sei, wichtiger noch als Konditionen und Beratung. 69,3 Prozent stimmen damit völlig oder zumindest eher überein (weitere 24,3 Prozent: „teils, teils“).

Dass die derzeitigen Sicherheitsvorkehrungen bei Finanzgeschäften – beispielsweise TAN-Codes – schon zu viel des Guten wären, findet denn auch nur eine Minderheit. 69,3 Prozent können sich einem solchen Befund nämlich überhaupt nicht oder eher nicht anschließen (weitrere 15,5 Prozent „teils, teils“).

Zwei Drittel vertrauen auf Datensicherheit bei Instituten

Obwohl sich der Großteil für strengere Datenschutz-Regeln ausspricht, vertraut ebenso ein Großteil auf die Datensicherheit bei den Instituten: 65,1 Prozent sind gänzlich oder zumindest eher der Ansicht, dass ihre Daten bei Banken und Versicherern vor unbefugtem Zugriff sicher sind (weitere 26,2 Prozent „teils, teils“).

Verfehlungen würden mit einiger Wahrscheinlichkeit zu einem Ende der Kundenbeziehung führen: Wenn ihre Bank oder Versicherung Daten ohne Zustimmung weitergäbe und sie davon erführen, wäre dies für 79,5 Prozent (eher oder sicher) ein Grund, sofort den Anbieter zu wechseln.

Information über Datenschutz wird als Bringschuld gesehen

Dass ihre Bank oder Versicherung sie vermehrt über den Schutz ihrer persönlichen Daten informiert, wünschen sich 68 Prozent.

Von ihrem Institut über das Thema Datenschutz informiert worden sind nach eigener Aussage nur 38 Prozent. Offenbar sehen die meisten Befragten hier eine Bringschuld: Sich selbst bei ihrem Institut über das Thema erkundigt haben lediglich 13 Prozent.

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Marketing · Marktforschung
 
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