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Wiener Makler vergaben wieder Hammurabi-Preis

23.6.2022 – Zum Sieger kürte die Jury heuer eine Arbeit zur steuerlichen Behandlung der betrieblichen Altersvorsorge, die sich vor dem Hintergrund der wachsenden Mobilität mit den besonderen Aspekten grenzüberschreitender Konstellationen auseinandersetzt. Platz zwei ging an eine Analyse der Gehilfenhaftung im Versicherungskontext. Mit dem dritten Rang ausgezeichnet wurde eine Bestandsaufnahme der „Robotic Process Automation“ bei österreichischen Versicherern.

Hammurabi-Preisverleihung am 19. Wiener Maklertag (Bild: VJ)
Hammurabi-Preisträger Benedikt Hörtenhuber
(rechts) mit Jury-Mitglied Hans Peer (links)
und dem Wiener Fachgruppenobmann-
Stellvertreter Wilhelm Hemerka (Mitte).
Zum Vergrößern Bild anklicken (Bild: VJ).

Nachdem der Informationstag der Wiener Versicherungsmakler im Vorjahr Corona-bedingt ausfiel, konnten die Fachgruppe Wien der Versicherungsmakler und deren Obmann Helmut Mojescick am Mittwoch im Palais Auersperg zum bereits 19. Mal wieder „live“ Gäste begrüßen.

In diesem Jahr stand der Maklertag – wie er kurz genannt wird – unter dem Motto „grenzen:los“. Insbesondere unter den aktuellen Rahmenbedingungen gelte es ein Zeichen zu setzen und Grenzen zu überwinden, so Mojescick.

Wer sich nur im gewohnten Rahmen bewege und Veränderungen vermeide, entwickle sich nicht weiter. Gerade die Pandemie habe viele Alltagsroutinen aus dem Lot gebracht, aber auch dazu beigetragen, neue Fähigkeiten und Stärken zu entwickeln.

Der Hammurabi-Preis

Seit 2003 schreibt die Fachgruppe Wien der Versicherungsmakler in Kooperation mit dem Institut für Versicherungswirtschaft an der Wirtschaftsuniversität Wien den Hammurabi-Preis aus, der jährlich anlässlich des Maklertages verliehen wird.

Prämiert werden dabei wissenschaftliche Arbeiten, die betriebswirtschaftliche, volkswirtschaftliche oder rechtliche Aspekte von Versicherungen, Versicherungsverkauf bzw. Versicherungsvermittlung behandeln.

Ziel sei es dabei unter anderem, die Bekanntheit und das Image des Maklerberufes in der akademischen Welt zu steigern und damit Theorie und Praxis zusammenzuführen, betont Jury-Mitglied ao. Univ. Prof. Michael Theil von der Wirtschaftsuniversität Wien.

Beachtlich sei auch das Interesse, das sowohl den prämierten Arbeiten als auch den Autorinnen und Autoren von Seiten der Versicherungswirtschaft entgegengebracht wird, so Theil.

Erster Platz für Steuerfragen der BAV

Sieger des heurigen Hammurabi-Preises ist Benedikt Hörtenhuber mit seiner Dissertation zum Thema „Steuerliche Behandlung der betrieblichen Altersvorsorge im österreichischen und internationalen Steuerrecht“.

Die zunehmende Mobilität von Arbeitnehmern und Pensionisten stelle den Aufbau der betrieblichen Altersvorsorge ebenso vor große Probleme wie die bestehenden Steuersysteme. Vor allem in grenzüberschreitenden Konstellationen würden sich häufig komplexe Fragestellungen ergeben.

Es sei Hörtenhuber gelungen, „äußerst umfassende und detaillierte Analysen der steuerrechtlichen Regelungen“ vorzulegen und gleichzeitig wohl begründete rechtspolitische Vorschläge für Neuregelungen zu machen, begründet die Jury ihr Urteil.

Die Arbeit finde inzwischen weit über Österreich hinaus Beachtung und werde die Diskussion zur Besteuerung der betrieblichen Altersvorsorge „wesentlich befruchten“.

Zur Haftung für fremdes Verhalten

Mit der Gehilfenhaftung im Schadenersatzrecht beschäftigt sich Georg Steidl in seiner Arbeit, für die er Platz zwei beim heurigen Hammurabi-Preis erreichte.

Die große Schwierigkeit liege in der Frage, für welche Pflichtverletzungen seines Gehilfen ein Geschäftsherr gerade noch einzustehen hat und für welche nicht mehr. Steidl behandelt dabei im ersten Teil die Systematik des österreichischen Rechts sowie die dazugehörige Rechtsprechung und Literatur.

Im zweiten Teil der Arbeit analysiert er die Anwendbarkeit der Bestimmungen über die Gehilfenhaftung auf den Versicherungsvertrag und geht auf die unterschiedlichen Sichtweisen der österreichischen und deutschen Höchstgerichte in diesem Zusammenhang ein.

Für die Jury ausschlaggebend war, dass Steidl das „komplexe und herausfordernde Thema (…) sehr gründlich und unter breiter Aufarbeitung der Literatur“ diskutiert hat. Der Autor sei dabei „zu durchaus praxisnahen Schlüssen“ gekommen, heißt es in der Begründung.

Megathema Digitalisierung

Für seine Arbeit, die sich mit der Prozessdigitalisierung und der Erneuerung der teilweise alten IT-Infrastruktur bei österreichischen Versicherern beschäftigt, wurde Dino Imsirovic mit dem dritten Platz des Hammurabi-Preises ausgezeichnet.

Der Autor analysiert dabei „Robotic Process Automation“ und die derzeitige Adaptierung als Automatisierungshilfe des Versicherungsbetriebs bei heimischen Versicherungen.

Auf Basis von Experteninterviews nimmt Imsirovic eine Bestandsaufnahme vor und zeigt Entwicklungspotenziale auf. Daraus ergebe sich eine innovative Arbeit, die für die Praxis eine wichtige Orientierung bietet, erläutert die Jury ihre Entscheidung.

 
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