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Altersvorsorge: Mehrheit hat „gutes Gefühl“

10.10.2019 – Eine Umfrage bestätigt: Der großen Mehrheit der Österreicher sind finanzielle Sicherheit und Vorsorge wichtig, die Zufriedenheit damit bleibt aber dahinter zurück. Zugleich haben zwei Drittel ein „gutes Gefühl“, was ihre Altersvorsorge betrifft. Mehr als die Hälfte gibt an, „in den nächsten zwölf Monaten“ in finanzielle Sicherheit und Vorsorge investieren zu wollen. Sollte es zu Sparzwängen kommen, würde ein Zehntel die Ausgaben für Versicherungen reduzieren, 15 Prozent würden bei Geldanlagen und Altersvorsorge kürzen.

Wie wichtig ist den Österreichern „finanzielle Sicherheit und Vorsorge für die Zukunft“?

47 Prozent sagten in einer im Frühjahr 2019 von Gallup Institut Dr. Karmasin GmbH für die Teambank AG durchgeführten Umfrage: „sehr wichtig“. Weiteren 46 Prozent ist sie „weniger wichtig“. Für die beiden weiteren Optionen „weniger wichtig“ und „unwichtig“ entschieden sich 7 Prozent.

Wenn es darum geht, finanzielle Sicherheit und Vorsorge für die Zukunft als sehr wichtig einzustufen, gibt es unter den Altersklassen kaum Auffassungsunterschiede.

In der Gruppe der 50- bis 79-Jährigen taten dies nämlich 47 Prozent, in der mittleren Altersgruppe (30 bis 49 Jahre) 45 Prozent. Überraschen mag, dass der Anteil bei den Jüngeren (28 bis 29 Jahre) mit 50 Prozent am höchsten war.

Realität bleibt hinter Wünschen zurück

Wunsch und Wirklichkeit sind bekanntlich nicht immer deckungsgleich – und das gilt auch hier.

Denn den 47 Prozent, die finanzielle Sicherheit und Vorsorge als sehr wichtig bezeichnen, stehen nur 35 Prozent gegenüber, die sich in dieser Hinsicht als „sehr zufrieden“ bezeichnen. „Zufrieden“ zeigten sich 52 Prozent, die übrigen 13 Prozent weniger oder unzufrieden.

Der Anteil der „sehr Zufriedenen“ ist in allen drei Altersklassen ähnlich hoch und beträgt jeweils rund ein Drittel: Bei den Jüngeren sind es 33, in der mittleren Gruppe 34 und bei den Älteren 37 Prozent.

Finanzielle Sicherheit: Etwas mehr als die Hälfte äußert Investitionspläne

Wie wahrscheinlich ist es nun, dass „in den nächsten 12 Monaten“ Geld für „finanzielle Sicherheit und Vorsorge für die Zukunft“ aufgewandt wird? 58 Prozent geben an, dies „ganz sicher“ oder zumindest „wahrscheinlich“ tun zu wollen.

Auch hier auffällig: Der Anteil jener, die angeben, „ganz sicher“ oder „wahrscheinlich“ in finanzielle Sicherheit und Vorsorge investieren zu wollen, ist bei den Jüngeren hoch: Hier sind es drei Viertel (72 Prozent), in der mittleren Altersgruppe zwei Drittel (64 Prozent), in der älteren rund die Hälfte (48 Prozent).

Wahrscheinlichkeit von Ausgaben in den nächsten zwölf Monaten

für …

ganz sicher

wahr-schein-lich

wahr-schein- lich nicht

auf keinen Fall

andere Personen
(z. B. Kinder, Enkel, Bedürftige)

43 %

33 %

12 %

12 %

Urlaub und Reisen

47 %

28 %

12 %

12 %

Kultur (z. B. Theater, Konzert)

34 %

32 %

21 %

13 %

Gesundheits- und Pflegeleistungen
(z. B. Zahnersatz)

29 %

34 %

23 %

15 %

finanzielle Sicherheit und Vorsorge für die Zukunft

26 %

32 %

22 %

20 %

Elektronikartikel (z. B. Smartphone, Fernseher)

12 %

22 %

33 %

33 %

Wie genau kennen Sie die Höhe Ihrer Ausgaben?

Wie genau wissen die Österreicher über ihre Ausgabensituation eigentlich Bescheid? 45 Prozent sage: Ich weiß genau, welcher Betrag mir – abzüglich der Fixkosten – monatlich zur Verfügung steht. 48 Prozent geben an, es immerhin ungefähr zu wissen, 7 Prozent wissen es nicht.

Soweit es Versicherungen betrifft, sagen vier Fünftel, dass Sie über die Höhe ihrer Ausgaben sehr oder eher genau Bescheid wissen. Soweit es Geldanlage und Altersvorsorge betrifft, tun dies ähnlich viele.

Wie genau kennen Sie die monatlichen Ausgaben in Ihrem Haushalt …

… für Versicherungen*

… für Geldanlage
u. Altersvorsorge**

sehr genau

– 18- bis 29-Jährige

– 30- bis 49-Jährige

– 50- bis 79-Jährige

61 %

49 %

60 %

65 %

57 %

51 %

57 %

58 %

eher genau

21 %

20 %

in etwa

12 %

11 %

gar nicht, so gut wie gar nicht

4 %

3 %

betrifft unseren Haushalt nicht

2 %

9 %

Altersvorsorge: Die Mehrheit hat ein gutes Gefühl

„Was meine Altersvorsorge angeht, habe ich ein gutes Gefühl.“ In Summe stimmen dieser Aussage 30 Prozent voll und ganz, weitere 39 Prozent eher zu. Das restliche knappe Drittel kann sich damit weniger (22 Prozent) oder gar nicht (9 Prozent) identifizieren.

Nach Altersgruppen aufgeteilt, ist der Anteil jener, die sich „voll und ganz“ oder „eher“ in dieser Aussage wiederfinden, bei den Älteren am größten (77 Prozent). In der mittleren Altersgruppe sind 62 Prozent positiv gestimmt, bei den Jüngeren ebenfalls fast zwei Drittel (64 Prozent).

Nicht ganz unerwartet: Je höher das Einkommen, desto mehr fühlen sich mit ihrer Altersvorsorge wohl. Bei den Haushaltsnettoeinkommen bis unter 2.000 Euro haben 55 Prozent ein gutes oder zumindest eher gutes Gefühl. Bei den Einkommen von 2.000 bis unter 3.000 Euro und von 3.000 bis unter 4.000 Euro sind es 74 bzw. 75 Prozent, bei höheren Einkommen 79.

Bei Sparzwang würde es meist Kleidung und Urlaub treffen

„Einmal angenommen, Sie müssten Ihre Ausgaben um 100 Euro pro Monat reduzieren: An welchen Stellen wären Sie am ehesten bereit, zu sparen?“

Ganz oben auf der Liste stehen Kleidung und Schuhe: 55 Prozent würden hier den Rotstift ansetzen. 49 Prozent würden beim Urlaub sparen, 42 Prozent bei Freizeit-, Sport- und Kulturaktivitäten.

10 Prozent würden ihre Ausgaben für Versicherungen zurückfahren, 15 Prozent jene für Geldanlage und Altersvorsorge. Hier sticht ins Auge: Während nur 11 Prozent der Frauen die Ausgaben für Geldanlage und Altersvorsorge reduzieren würden, würden 20 Prozent der Männer dies tun.

Leserbriefe zum Artikel:

Rudolf Mittendorfer - Echte und gefühlte Temperatur. mehr ...

Schlagwörter zu diesem Artikel
Altersvorsorge · Berufsunfähigkeit · Gesundheitsreform · Lebensversicherung · Marktforschung
 
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