Das Spar- und Anlage-Stimmungsbarometer

24.9.2021 – Vier von fünf Österreichern wollen laut einer Erste-Umfrage von Mitte Juni „in den nächsten zwölf Monaten“ Geld veranlagen. Das Sparbuch bleibt das meistgenannte Vehikel, hat im Jahresvergleich aber offenbar deutlich an Attraktivität eingebüßt. Lebensversicherung und Pensionsvorsorge halten ihr Niveau.

79 Prozent der Österreicher wollen „innerhalb der nächsten zwölf Monate“ Geld veranlagen. Das besagt die neueste Umfrage der Erste Bank der oesterreichischen Sparkassen AG, durchgeführt vom Marktforschungsinstitut Intergral von 11. bis 22. Juni 2021 unter 1.000 Personen im Alter ab 14 Jahren.

Das entspricht etwa dem Niveau aus der vorangegangen „Spar- und Kreditprognose“ (80 Prozent) zum ersten Quartal 2021 (VersicherungsJournal 12.5.2021) und liegt um vier Zähler unter dem Wert aus dem zweiten Quartal 2020.

Was die Höhe der Veranlagungen betrifft, zeige sich im Zwölf-Monats-Trend ein Plus von 13 Prozent auf 6.100 Euro, die neu- oder wiederveranlagt werden sollen, berichtet die Erste. Dieser Wert ist von Quartalsumfrage zu Quartalsumfrage teils deutlichen Schwankungen unterworfen.

Das Interesse an einzelnen Sparformen

„Traditionell“ wurde auch für diese „Spar- und Kreditprognose“ zu bestimmten Spar- und Anlageformen erhoben, ob die Befragten in den kommenden zwölf Monaten in diese veranlagen wollen – unabhängig davon, ob es sich um eine neue oder eine bestehende Veranlagung handelt.

Sparbücher sind mit 56 Prozent nach wie vor am häufigsten vertreten, allerdings sind das acht Punkte weniger als ein Jahr zuvor. Der Bausparvertrag hält sich bei 38 Prozent, lag vor einem Jahr aber noch bei 42 Prozent.

Im Jahresvergleich konstant ist der Wert für die Lebensversicherung (31 Prozent), ähnliches gilt für die Pensionsvorsorge (28 Prozent; –1 Punkt). Auf selber Höhe bewegen sich Wertpapierveranlagungen (30 Prozent; +1 Punkt gegenüber dem Vorjahr).

Angepeilte Spar- und Anlageformen in den nächsten zwölf Monaten, Umfragen der letzten zehn Quartale (Daten: Erste Bank/Integral, Grafik: VJ/Lampert)

Jeder Zweite findet nachhaltige Investments wichtig

48 Prozent gaben an, ihnen seien nachhaltige Finanzprodukte wichtig. Unter den Frauen sagten dies 52 Prozent, unter den Männern 43 Prozent.

Bei Erste Bank und Sparkassen sind nach Unternehmensangaben 14 Milliarden Euro in Nachhaltigkeitsfonds veranlagt.

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Bausparen · Darlehen · Lebensversicherung · Marktforschung · Nachhaltigkeit
 
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