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Finlex analysierte Marktentwicklung in D&O und Cyber

7.10.2026 – Österreich bleibt laut einem neuen Finlex-Bericht „ein attraktiver D&O-Markt mit günstigen Preisen und hoher Kapazität“. In der Cyberversicherung seien die Prämien „bei guter IT-Hygiene“ weiter fallend bis stabil, während die Kapazitäten steigen. Für Makler ergebe sich angesichts „regulatorischen Handlungsdrucks“ somit ein „konkretes Beratungsfenster“.

Trendlinien und -säulen (Bild: Getty Images/Unsplash)
Symbolbild (Bild: Getty Images/Unsplash)

Finlex, Spezialmakler für Cyber- & Financial Lines-Versicherungen, hat seinen „Market Report 2026“ veröffentlicht.

Der Bericht beleuchtet für die Cyber- und die D&O-Versicherung Marktlage, Zeichnungsverhalten, Schadengeschehen und Besonderheiten des österreichischen Marktes.

Sowohl D&O- als auch Cyber-Versicherungsmarkt präsentieren sich 2026/2027 stabil und leistungsfähig, während das Risikoumfeld komplexer wird, skizziert von Finlex die Situation.

„D&O-Markt bleibt weich bis stabil“

Was die D&O-Versicherung betrifft, so wird der Markt als weiterhin „weich bis stabil“ bezeichnet, „zugleich mehren sich Anzeichen einer künftigen Verhärtung“. Der Spielraum verschiebe sich „vom Preis zu Bedingungen und Versicherungssummen“.

Kapazität sei grundsätzlich vorhanden, Limits und Selbstbehalte insgesamt stabil. Gleichzeitig sei international eine stärkere Portfolio-Konsolidierung bei kleineren und unrentablen Portfolios zu beobachten.

Für den DACH-Markt bedeute dies noch keine Kapazitätsverengung, „wohl aber ein Ende des reinen Wachstums um jeden Preis“.

„Günstige Prämien und steigende Kapazitäten“

Österreichische Kunden profitieren dem Bericht zufolge „weiterhin von günstigen Prämien und steigenden Kapazitäten“.

Bei Kleinbetrieben mit bis zu fünf Millionen Euro Umsatz lägen die Markt-Durchschnittsprämien in der Finlex-Plattform „spürbar unter 1 Promille je 1 Million Euro Versicherungssumme“. Der Gesamtmarkt-Durchschnitt liege bei zirka 1 Promille.

Cyber: Prämiennachlässe – wenn die IT-Hygiene stimmt

Der Cyberversicherungsmarkt wächst laut dem Bericht weiter, „aber deutlich langsamer als in der frühen Marktphase“. Die Prämien „zeigen sich weiter fallend bis stabil bei guter IT-Hygiene“.

Versicherer beginnen stärker zu differenzieren, wird weiter ausgeführt. Während Unternehmen mit guter IT-Sicherheit weitere Nachlässe erhalten, werden bei kritischen Risiken Konditionen angepasst und Auflagen zur Risikoverbesserung eingesetzt, berichtet Finlex.

Die Kapazitäten seien weiter im Steigen: „Aus einer Hand sind wieder 10 Millionen Euro, teilweise bis 15 Millionen Euro erhältlich.“ Standardisierte Deckungen greifen bis etwa 50 Millionen Euro Umsatz, so Finlex.

„Konkretes Beratungsfenster“ für Makler

Der österreichische Cyber-Versicherungsmarkt befinde sich insbesondere im KMU-Segment „weiterhin in einer vergleichsweise frühen Entwicklungsphase, weist aber eine hohe Dynamik auf“.

Für Makler entstehe ein konkretes Beratungsfenster: Die „Kombination aus günstiger Marktsituation und regulatorischem Handlungsdruck“ eröffne Chancen im Neu- und Bestandsgeschäft.

Schäden

Zum Thema Schäden stellt Finlex fest, dass sie in der D&O konjunkturgetrieben bleiben: Rund ein Viertel der von Finlex begleiteten Fälle weise weiterhin einen Insolvenzbezug auf, ein weiteres Viertel entfalle auf Strafrechtsschutz-Ausschnittsdeckungen.

„Damit bleiben wirtschaftliche Schieflagen, Ermittlungsverfahren und Abwehrkosten die prägenden Treiber der Schadenpraxis“, fasst das Unternehmen zusammen.

In der Cyber-Sparte nehmen Schäden laut Finlex zu, verändern aber ihr Profil: Die Plattform verzeichne rund 17 Prozent mehr Cyber-Schadenmeldungen und zugleich weniger reine Verdachtsfälle als im Vorjahr.

Der vollständige Bericht kann online auf der Finlex-Website gelesen werden.

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Schlagwörter zu diesem Artikel
Cyberversicherung · Konjunktur · Managerhaftpflicht · Versicherungsmarkt
 
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