GfK erhob Stimmungslage der Sparer und Anleger

8.6.2018 – Laut aktuellem GfK-„Stimmungsbarometer“ werden nach wie vor in erster Linie Eigenheim und Grundstücksbesitz als besonders attraktive „Spar- und Anlageformen“ betrachtet. Nach einer längeren Durststrecke zeigt auch die Kurve für den Bausparer wieder nach oben. Lebensversicherung und Pensionsvorsorge lösen dagegen weiterhin wenig Begeisterung aus. Ganz am Ende der – nunmehr 13 – Auswahlmöglichkeiten rangieren aber Kryptowährungen.

GfK-Stimmungsbarometer von 2014 bis zum ersten Quartal 2018 (Grafik: GfK)
GfK-Stimmungsbarometer von 2014 bis zum ersten Quartal 2018
(Grafik: GfK). Zum Vergrößern Grafik anklicken.

„Abgesehen davon, wie Sie selbst gerade sparen oder Geld anlegen, welche dieser Möglichkeiten, Geld zu sparen oder anzulegen, halten Sie derzeit für besonders interessant?“

Dieser Frage geht die GfK Austria GmbH regelmäßig nach. Am Donnerstag haben die Marktforscher die Auswertung für das erste Quartal 2018 veröffentlicht.

Comeback für den Bausparvertrag

Der Bausparvertrag hatte 2016 und 2017 kräftig „abgebaut“, was sein Image betrifft. Der einstige Publikumsliebling scheint aber im Begriff, sich wieder zu einem solchen zu entwickeln.

Im ersten Quartal 2018 hielten ihn 34 Prozent für eine attraktive Anlageform – ein deutlicher Zuwachs von sieben Punkten gegenüber dem Vorquartal und Platz drei im Ranking von 13 Optionen. Damit liegt er praktisch Kopf an Kopf mit dem „Grundstückserwerb“, der sich recht stabil bei 36 Prozent hält.

Platz eins geht auch in diesem Quartal wieder an Eigentumswohnung und Haus. Auch hier ging der Wert nach oben, von 40 Prozent im vierten Quartal 2017 auf den, wie GfK feststellt, „Höchstwert“ von 45 Prozent im ersten Quartal 2018.

Das Online-Sparkonto belegt Platz vier (26 Prozent). Vor allem für die unter 30-Jährigen stelle es „zunehmend eine moderne Alternative zum klassischen Sparbuch“ dar, merkt GfK an.

13 bis 15 Prozent für Lebensversicherung und Pensionsvorsorge

Eher am Ende der Tabelle bleiben auch in den ersten Monaten 2018 die Pensionsvorsorge mit staatlicher Förderung – die sich zumindest wieder ein wenig von 12 auf 15 Prozent verbessern kann – und die „private Zusatzpension“ (13 Prozent).

Auf ebenfalls 13 Prozent kommt die Lebensversicherung – gegenüber den 17 Prozent im dritten Quartal 2017 und den 16 Prozent im vierten also ein weiterer Rückgag.

Investmentfonds werden aktuell von 25 Prozent als interessante Anlageform betrachtet. Das ist zwar wieder etwas weniger als im Vorquartal, aber nach wie vor deutlich mehr als etwa die 15 bis 16 Prozent in den Jahren 2016 und 2015. „Der langfristig positive Trend setzt sich also fort“, folgert GfK.

„Kryptowährungen“ entfalten wenig Anziehungskraft

Neu im Ranking sind Kryptowährungen. Sie belegen mit fünf Prozent klar den letzten Platz. „Für den Großteil der österreichischen Sparer stellen die digitalen Währungen trotz der starken Medienpräsenz keine echte Alternative dar“, kommentiert GfK.

„Kryptowährungen sind aufgrund ihrer Unabhängigkeit von anderen Geldsystemen in ihrer Entwicklung äußerst schwer berechenbar und bleiben hochriskante Spekulationsobjekte“, meint GfK-Finanzmarktforscherin Ursula Swoboda.

„Der extreme Hype Ende 2017 hat mit Sicherheit das Bewusstsein der österreichischen Sparerinnen und Sparer in dieser Hinsicht geschärft – auf den Zug aufspringen möchten aber (derzeit) doch nur die wenigsten“, ergänzt Swoboda.

Mit Sicherheit, so GfK, werde es aber weiterhin interessant sein, die Entwicklung der Kryptowährungen im Allgemeinen und auch deren Akzeptanz in der Bevölkerung weiter zu beobachten.

Schlagwörter zu diesem Artikel
Bausparen · Investmentfonds · Lebensversicherung · Ranking
 
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