HDI Leben: Neuerungen in der BU-Versicherung

11.10.2019 – Die überarbeite „Ego“-Berufsunfähigkeitsversicherung kommt mit einer neuen Risikoeinstufung, die eine individuellere Zuordnung der Berufe ermöglichen und teils Prämienvergünstigungen bringen soll. Änderungen gibt es unter anderem auch beim Umfang der Risikomerkmale, der Versicherbarkeit von Kindern und der Berufswechseloption.

Die HDI Lebensversicherung AG, Direktion für Österreich hat vor kurzem ihre Berufsunfähigkeitsversicherung „Ego“ in überarbeiteter Form auf den Markt gebracht.

Motiv dafür seien „technologischer Fortschritt und flexiblere Arbeitsmodelle“, die den Berufsalltag immer stärker prägten.

Erweiterung der Risikomerkmale

Wichtigste Neuerung sei die Erweiterung der Risikomerkmale: Neu sind die Kategorien Ausbildung/Studium und Reisetätigkeit.

Zur genaueren Einstufung werde bei vielen Berufsbildern nach der höchsten abgeschlossenen Ausbildung bzw. nach dem Studium gefragt, sowie neben dem Anteil der Bürotätigkeit und der körperlichen Tätigkeit auch nach dem Anteil der Reisetätigkeit.

„Die dadurch generierten Informationen ermöglichen eine noch risikogerechtere Einstufung“, sagt Christian Wagner, Leiter des Produktmanagement bei HDI Leben in Österreich.

Neues „Scoring“

„Außerdem wurde Projektleitung mit Personalführung gleichgestellt“, führt HDI Leben weiter aus. Ermöglicht werde dies durch „das neue Scoring“. Berufe sollen damit in Zukunft differenzierter und individueller eingestuft werden können.

Die Berufedatenbank sei dabei an die jüngsten Entwicklungen am Arbeitsmarkt angepasst worden, so Wagner zum VersicherungsJournal.

HDI Leben verfüge nunmehr über einen Bestand von mehr als 500.000 Risiken und könne die daraus resultierenden Erfahrungswerte in der Kalkulation berücksichtigen.

Neue Risikoeinstufung wirkt sich auf Preise aus

Durch die neue Art der Risikoeinstufung könne es „zu einer Besserstufung vieler Berufe und einem vielfach deutlich günstigeren Beitrag kommen“, heißt es seitens des Versicherers.

„Im Einzelfall sind Verbesserungen von bis zu 30 Prozent durchaus möglich“, sagt Wagner. Verallgemeinern könne man Aussagen über Preisveränderungen jedoch nicht, da der Beitrag von vielen Faktoren, beispielsweise Laufzeit und Eintrittsalter, abhänge.

Gibt es durch den neuen Tarif auch Verteuerungen? Wagner: „Es wurden sicherlich nicht alle Berufe automatisch billiger, wenige wurden teurer, dies aber in einem sehr überschaubaren Umfang.“

Änderungen bei Kindern und Bildungsweg

Änderungen gibt es unter anderem auch bei der Versicherbarkeit von Kindern: Für Kinder ab zehn Jahren ist künftig die Absicherung gegen Berufsunfähigkeit möglich. „Bisher galt eine Grenze von 15 Jahren, wenn die versicherte Person eine Lehre gemacht hat (und nicht Schüler war)“, erklärt das Unternehmen.

Eine Weiterbildung zum Meister, der Beginn eines Studiums oder der Wechsel der Schulform berechtigen nunmehr dazu, die Berufswechseloption in Anspruch zu nehmen. Durch die Berufswechselprüfung könne die Einstufung in eine bessere Risikogruppe mit vereinfachter Gesundheitsprüfung beantragt werden, eine Verschlechterung sei ausgeschlossen.

Weitere Neuerungen

Bei Ein-Arzt-Praxen verzichtet HDI Leben auf eine Umorganisation, unabhängig von der Mitarbeiterzahl. Eine Absicherung sei nun auch für Medizinier gewährleistet, die sich an humanitären Einsätzen beteiligen.

Für Menschen mit schweren Krebserkrankungen habe man die Nachweispflicht „für eine sofortige befristete Anerkennung für garantiert 15 Monate“ vereinfacht. „In Zukunft reicht die Vorlage eines onkologischen Facharztberichts aus“, erklärt Wagner.

Mit der Verlängerungsoption wiederum kann der Vertrag bei Erhöhung des gesetzlichen Pensionsantrittsalters unter bestimmten Voraussetzungen ohne erneute Gesundheitsprüfung verlängert werden.

Schlagwörter zu diesem Artikel
Ausbildung · Berufsunfähigkeit · Gesundheitsreform · Lebensversicherung · Mitarbeiter
 
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