14.8.2026 – Ende 2025 wurden in Österreich 114.312 Pensionen der geminderten Arbeitsfähigkeit und dauernden Erwerbsunfähigkeit ausbezahlt, um zwei Prozent weniger als im Jahr davor und die niedrigste Zahl seit 1975. Häufigste Diagnosen bei Neuzugängen waren bei Männern Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems und des Bindegewebes, bei Frauen psychische und Verhaltensstörungen.

Die Statistik Austria hat Zahlen zu den Pensionen der geminderten Arbeitsfähigkeit und dauernden Erwerbsunfähigkeit für das Jahr 2025 veröffentlicht. Geführt wird die Statistik vom Dachverband der Sozialversicherungsträger.
Insgesamt wurden im Dezember des Vorjahres 114.312 Pensionen ausbezahlt, ein Rückgang um 2,0 Prozent gegenüber 2024. Damit befinden sich die ausbezahlten Pensionen der geminderten Arbeitsfähigkeit bzw. dauernden Erwerbsunfähigkeit auf dem niedrigsten Stand seit 1975.
101.727 oder 89,0 Prozent all dieser Pensionen wurden von der Pensionsversicherung der Unselbständigen ausbezahlt, die restlichen 12.585 Pensionen betrafen die Pensionsversicherung der Selbständigen.
Die Zahl der Neuzugänge im Jahr 2025 belief sich auf 13.229, was einer Zunahme gegenüber dem Jahr davor um 4,7 Prozent entspricht. Langfristig nimmt aber auch ihre Zahl tendenziell ab.
| Altersgruppe | Männer | Frauen | gesamt |
|---|---|---|---|
| Quelle: Statistik Austria | |||
| bis 49 Jahre | 11.044 | 9.225 | 20.269 |
| 50 bis 59 Jahre | 24.183 | 24.382 | 48.565 |
| 60 bis 64 Jahre | 38.893 | 5.975 | 44.868 |
| 65 Jahre und mehr | 610 | 0 | 610 |
| gesamt | 74.730 | 39.582 | 114.312 |
Häufigster Grund für die Zuerkennung einer Pension waren im Vorjahr psychische und Verhaltensstörungen. Auf die fünf häufigsten Diagnosegruppen entfallen dabei 85,8 Prozent aller Neuzugänge.
Allerdings zeigen sich deutliche geschlechtsspezifische Unterschiede. Bei Männern liegen Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems und des Bindegewebes knapp vor den psychischen und Verhaltensstörungen, auf Rang drei folgen Krankheiten des Kreislaufsystems.
Bei Frauen lagen bei den Neuzugängen psychische und Verhaltensstörungen dagegen klar vor den Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems und des Bindegewebes; Neubildungen folgten mit großem Abstand vor Krankheiten des Kreislaufsystems auf Rang drei.
| Diagnosegruppe | Männer | Frauen | gesamt |
|---|---|---|---|
| Quelle: Statistik Austria | |||
| Psychische und Verhaltensstörungen | 1.980 | 1.757 | 3.737 |
| Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems und des Bindegewebes | 1.994 | 1.106 | 3.100 |
| Neubildungen | 1.062 | 847 | 1.909 |
| Krankheiten des Kreislaufsystems | 1.211 | 316 | 1.527 |
| Krankheiten des Nervensystems | 663 | 412 | 1.075 |
| Sonstige Diagnosen | 1.279 | 602 | 1.881 |
| gesamt | 8.189 | 5.040 | 13.229 |
Langfristig ist die Zahl der ausbezahlten Pensionen deutlich rückläufig: Zehn Jahre zuvor, im Jahr 2015, betrug die Zahl der Pensionen noch mehr als 170.000; seither kam es in jedem Jahr zu Rückgängen.
Auch die Zahl der jährlichen Neuzugänge sank in diesem Zeitraum deutlich. Sie erreichte ihren Höchstwert im Jahr 2016 und blieb dann bis 2020 hoch. Ab 2021 kommt es tendenziell zu einem Rückgang.
| Jahr | Pensionen per Ende Dezember | Neuzugänge |
|---|---|---|
| Quelle: Statistik Austria | ||
| 2015 | 170.465 | 15.115 |
| 2016 | 165.318 | 18.937 |
| 2017 | 159.237 | 17.357 |
| 2018 | 152.919 | 16.263 |
| 2019 | 146.976 | 17.248 |
| 2020 | 141.689 | 17.220 |
| 2021 | 133.323 | 13.400 |
| 2022 | 125.859 | 12.693 |
| 2023 | 119.902 | 12.872 |
| 2024 | 116.686 | 12.631 |
| 2025 | 114.312 | 13.229 |
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