Nürnberger erweitert Leistungsumfang der Unfallversicherung

28.2.2019 – Mit Varianten für verschiedene Lebenssituationen, Leistungsvarianten mit und ohne Progression und zwei Unfallkostenpaketen hat die Nürnberger Versicherung Österreich ihre neue Unfallversicherung ausgestattet. Neue Deckungsteile seien beispielsweise die Unfallrente oder eine Soforthilfe bei schweren Verletzungen; verbessert worden sei auch die Gliedertaxe.

Ab Anfang März bietet die Nürnberger Versicherung AG Österreich eine überarbeitete Version ihre Unfallversicherung an.

Versicherer ist die Garanta Versicherungs-AG Österreich, ebenfalls ein Unternehmen der Nürnberger Versicherungsgruppe Deutschland.

Varianten

Angeboten werden unterschiedliche Lösungen für verschiedene Lebenssituationen, nämlich Einzel-, Partner-, Familien- und Alleinerzieher-Unfallversicherung. Bei den beiden letzteren können bis zu fünf Kinder mitversichert werden.

Nunmehr stehen drei unterschiedliche Leistungsvarianten zur Auswahl. Gewählt werden kann zwischen einem linearen Leistungsverlauf und zwei Varianten mit Progression. Bei diesen werden ab einer Invalidität von 90 Prozent 325 bzw. 525 Prozent der Invaliditäts-Grundsumme ausbezahlt.

Bei allen drei Varianten werde ab einem Prozent Dauerinvalidität geleistet, betont die Nürnberger. Ab 25 Prozent Invalidität komme es bei den Varianten mit Progression zu höheren Auszahlungen. 

Außerdem gibt es zwei Unfallkostenpakete mit Versicherungssummen von 20.000 bzw. 40.000 Euro. Abgedeckt werden hier Heilkosten, kosmetische Operationen, Privatarztkosten und Schmerzensgeld in unterschiedlichem Ausmaß; bei der Variante zwei gibt es auch einen kleinen Kur- oder Rehazuschuss.

Unfallbegriff erweitert

Wie die Nürnberger erklärt, seien nun auch „zahlreiche über den gängigen Unfallbegriff gehende Ereignisse“ durch die Unfallversicherung mit abgedeckt.

Dazu zählen unter anderem Verrenkungen und Zerrungen, Meniskusverletzungen, Verbrennungen und Verbrühungen. Auch die Folgen von Kinderlähmung sowie der von Zecken übertragenen FSME und Borreliose fallen unter den Begriff Unfall.

Ebenfalls gedeckt sind Ertrinken, Ersticken, Erfrieren, Verhungern und Verdursten, ebenso wie durch Herzinfarkt oder Schlaganfall ausgelöste Unfälle. Eine vollständige Aufstellung ist den Versicherungsbedingungen zu entnehmen.

Neue Features

Verbessert worden sei auch die Gliedertaxe, so die Nürnberger. Für bestimmte Heilberufe wie Ärzte, Krankenpflegepersonal und andere würden höhere, auf diese Berufsgruppen zugeschnittene Invaliditätsgrade zur Anwendung kommen; ein Abschluss mit Progression sei dabei aber nicht möglich.

Ein neuer Deckungsteil sei auch die Unfallrente. Bei dieser wird ab 35 Prozent Dauerinvalidität die halbe, ab 50 Prozent die volle Rente ausbezahlt. Die Rentengarantiezeit beträgt 20 Jahre, wie dem Produktfolder zu entnehmen ist.

Weitere neue Leistungen seien eine Soforthilfe von maximal 30.000 Euro, die bei bestimmten schweren Verletzungen bezahlt wird, insofern der Versicherte nicht innerhalb von drei Tagen nach dem Unfall stirbt, und ein sogenanntes „Knochenbruch-Trostpflaster“ in Höhe von 250 bis 500 Euro pro Versicherungsfall.

Prämienfrei inkludiert sei in der neuen Unfallversicherung eine Prämienbefreiung bei Arbeitslosigkeit und bei vollständiger Arbeitsunfähigkeit ab dem 43. Tag sowie bei Karenz, Präsenz- und Zivildienst.

Schließlich umfasse die neue Unfallversicherung auch eine „Assistance Selection“. Hier werden Organisationsleistungen erbracht und Kosten bis zu 152.000 Euro übernommen. Gedeckt seien beispielsweise Bergungs-, Such- und Rettungskosten, Rückholung und Überführung sowie Pflege- und Reha-Assistance.

Prämienbeispiel

Versicherter

Büroangestellter männlich, 30 Jahre

Versicherungsdauer

3 Jahre

Tarif

Einzelunfallversicherung, Progression 525 %

Invaliditätsgrundsumme

€ 100.000

Unfalltodessumme

€ 10.000

Assistance Selection

maximal € 152.000

Monatsprämie inklusive Versicherungssteuer

€ 18,76

Schlagwörter zu diesem Artikel
Invalidität · Rente  · Versicherungsteuer
 
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