14.10.2026 – Im Schnitt sparen die Österreicher laut „Sparstudie 2026“ monatlich 306 Euro an, sei es für Notfälle, für die Vorsorge oder für spätere Konsumwünsche. Zufrieden mit der Höhe ihres Spar- oder Anlagebetrags sind allerdings nur noch halb so viele wie noch vor fünf Jahren. Eine Lebensversicherung haben, ähnlich wie 2025, vier von zehn Befragten, eine staatlich geförderte Pensionsvorsorge fast unveränderte 27 Prozent. Der Bausparvertrag wurde diesmal nur noch von 34 Prozent genannt, das sind 9 Punkte weniger als 2025.

83 Prozent der Österreicher ist es sehr oder ziemlich wichtig, Geld zur Seite zu legen (2025: 83 Prozent) – im Vergleich der letzten Jahre ein neuer Höchstwert. Das jedenfalls besagen Ergebnisse der „Sparstudie 2026“ der Erste Bank, die am Dienstag in Wien vorgestellt wurden.
Am größten ist der Anteil derer, denen Sparen wichtig ist, in der Gruppe der 1995 bis 2009 Geborenen, also der „Generation Z“ (93 Prozent). Am geringsten ist er unter den Babyboomern (73 Prozent), das sind die Jahrgänge 1950 bis 1964.
Zugleich sagen 33 Prozent: „Am Ende des Monats bleibt nichts mehr zum Sparen übrig.“ Das ist ein um vier Prozentpunkte größerer Anteil als 2025.
Die Daten stammen aus einer Umfrage, die das Marktforschungsinstitut Imas im Auftrag der Ersten von 13. Juli bis 4. August unter 1.382 Personen im Alter von 16 bis 76 Jahren österreichweit durchgeführt hat.

Der monatliche Sparbetrag beträgt im Schnitt 306 Euro pro Sparer – etwas weniger als die 320 Euro des Vorjahres. Im Zehn-Jahres-Vergleich ist es ein Anstieg um gut 40 Prozent, inflationsbereinigt liege der Sparbetrag von 2026 aber auf dem Niveau von 2016, merkte Erste-CEO Gerda Holzinger-Burgstaller an.
Nach Geschlechtern getrennt, sparen Männer im Schnitt 384 Euro an, Frauen 227 Euro.
Die Zufriedenheit mit dem Betrag, der angespart werden kann, ist in den letzten Jahren zurückgegangen. Lediglich 34 Prozent zeigen sich „sehr“ oder „ziemlich“ zufrieden. Vor fünf Jahren waren noch 65 Prozent zufrieden.
Fast alle Befragten (89 Prozent, unter den Babyboomern 94 Prozent) sagen: Auch kleine Beträge zu sparen, macht für mich Sinn.

Vordringliches Sparmotiv ist der „Notgroschen“, die Vorsorge für Notfälle. 91 Prozent gaben dies als Motiv an (2025: 84 Prozent). An zweiter Stelle folgen „finanzielle Absicherung und Vorsorge“ mit 77 Prozent (2025: 69 Prozent).

Die Teilnehmer konnten auch angeben, welche Spar- bzw. Investitionsmöglichkeiten aus einer vorgegebenen Liste sie persönlich nutzen.
Vier Fünftel (79 Prozent; 2025: 80 Prozent) lagern demnach Geld auf einem Sparbuch. Die Lebens- bzw. Kapitalversicherung kommt auf 41 Prozent, ein geringfügig niedrigerer Wert als im Vorjahr (43 Prozent).
Die „staatlich geförderte Pensionsvorsorge“ liegt mit 27 Prozent (2025: 28 Prozent) ein gutes Stück weiter hinten. Auffällig ist der Rückgang beim Bausparvertrag: Nur 34 Prozent gaben an, einen solchen zu nutzen, 2025 waren es noch 43 Prozent gewesen.
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