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Pensionsstand und Belastungsquote in der ersten Säule

22.11.2021 – 2,066 Millionen Pensionen im Bereich der Unselbstständigen, 370.215 im Bereich der Selbstständigen – so stellte sich der Pensionsstand 2020 dar. Die „Belastungsquote“, also das Verhältnis von Pensionsversicherten zu Pensionen, ist im vergangenen Jahrzehnt gesunken, 2020 allerdings wieder gestiegen und erreichte 59,5 Prozent.

Wie entwickelt sich die Anzahl der Pensionen in Österreich? Darüber gibt das jüngst erschienene Statistische Handbuch des Dachverbandes der Sozialversicherungsträger Auskunft. Im Dezember 2020 bestanden 2.436.069 Pensionen. Fast zwei Drittel (1.493.069) entfielen auf Frauen.

Zu beachten ist: Gemeint sind hier nicht Pensionsbezieher, sondern eben Pensionen, also Pensionsverhältnisse. 2020 bezogen laut dem Bericht rund 269.017 Personen zwei oder mehr Pensionen aus der gesetzlichen Pensionsversicherung.

Im Dezember 2020 bestanden 1.802.625 Alterspensionen, 141.699 Invaliditätspensionen und 491.745 Hinterbliebenenpensionen.

Die Statistik unterscheidet zwischen der Pensionsversicherung der Selbstständigen und der Unselbstständigen. Die beiden Bereiche werden im Folgenden separat betrachtet.

Unselbstständige

Im Bereich der Unselbstständigen bestanden 2020 in Summe 2,07 Millionen Pensionen. Davon waren 1,53 Millionen (73,9 Prozent) Alterspensionen. Ihre Anzahl ist im Vergleich mit 2016 um 8,91 Prozent gestiegen.

Zurückgegangen ist demgegenüber sowohl die Anzahl der Witwen- und Witwerpensionen als auch jene der Invaliditäts- und Berufsunfähigkeitspensionen. Erstere verringerte sich gegenüber 2016 um 1,65 Prozent auf 372.169, letztere um 12,49 Prozent auf 127.119. Die übrigen 40.044 Pensionen 2020 waren Waisenpensionen.

Pensionsstand Unselbstständige (Daten: Dachverband der Sozialversicherungsträger; Grafik: VJ/Lampert)

Selbstständige

Im Bereich der Selbstständigen hat sich die Anzahl der Pensionen im Beobachtungszeitraum – das ist von 2016 bis 2020 – von 359.014 um 3,12 Prozent auf 370.215 erhöht. Drei Viertel (74,6 Prozent) der Pensionen, die 2020 bestanden, waren Alterspensionen; ihre Anzahl wuchs gegenüber 2016 um 8,29 Prozent.

Kontinuierlich zurückgegangen ist die Anzahl der Witwen- und Witwer- sowie der Erwerbsunfähigkeitspensionen. Verglichen mit 2016 sanken sie 2020 um 5,49 bzw. 27,36 Prozent auf 72.255 bzw. 14.580. Waisenpensionen wurden 2020 insgesamt 7.277 ausgezahlt.

Anmerkung: Zahlen für das Notariat sind 2020 nicht mehr in der Statistik erfasst. Grund: die Überführung in die Versorgungsanstalt des österreichischen Notariates. Zur größenmäßigen Einordnung: Im Dezember 2019 wies die Statistik für das Notariat insgesamt 188 Pensionen aus.

Pensionsstand Selbstständige (Daten: Dachverband der Sozialversicherungsträger; Grafik: VJ/Lampert)

Belastungsquote bis 2019 gesunken

Die Statistik des Dachverbandes weist neben der Anzahl der Pensionen auch jene der Pensionsversicherten aus und stellt beide einander gegenüber. Der Quotient aus Pensionen durch Pensionsversicherte ergibt die sogenannte „Belastungsquote“.

Diese Quote ist in den vergangenen zehn Jahren nach und nach gesunken: 2011 betrug sie noch 62,0 Prozent, bis 2019 sank sie auf 57,6 Prozent. Die Zahl bezieht sich auf die gesamte Pensionsversicherung, also Selbstständige und Unselbstständige.

Das Corona-Jahr 2020 setzte diesem Trend jedoch mit einem Anstieg auf 59,5 Prozent ein Ende. Die Anzahl der Pensionen vergrößerte sich zwar auch letztes Jahr (+1,67 Prozent). Allerdings ging jene der Pensionsversicherten um 1,63 Prozent zurück, nachdem sie zuvor Jahr für Jahr gestiegen war.

Pensionsversicherung Belastungsquote (Daten: Dachverband der Sozialversicherungsträger; Grafik: VJ/Lampert)
Schlagwörter zu diesem Artikel
Berufsunfähigkeit · Erwerbsunfähigkeit · Invalidität · Pension  · Risikoleben · Sozialversicherung
 
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