Spar- und Anlage-Stimmung: Auftrieb für Wertpapiere und Gold

11.5.2022 – Wertpapiere und Gold können laut einer aktuellen Umfrage der Erste Bank im Jahresvergleich an Interesse gewinnen. Die Planung für Lebensversicherung und Pensionsvorsorge entspricht so wie jene für Sparbuch und Bausparvertrag ziemlich genau dem Vorjahresniveau.

82 Prozent der Österreicher wollen „innerhalb der nächsten zwölf Monate“ Geld veranlagen. Das besagt die neueste Umfrage der Erste Bank der oesterreichischen Sparkassen AG.

Das Marktforschungsinstitut Intergral hat für die aktuelle „Spar- und Kreditprognose 1. Quartal 2022“ von 16. bis 19. März 2022 österreichweit 1.000 Personen in einem Alter ab 14 Jahren befragt.

Gegenüber der Vorjahresumfrage sind diese 82 Prozent ein marginal höherer Wert. Damals gaben 80 Prozent an, eine Geldanlage zu planen.

Ein leichter Rückgang zeigt sich hinsichtlich der durchschnittlichen Höhe der geplanten Veranlagung: Sie sank von rund 4.600 Euro vor einem Jahr auf zuletzt rund 4.400 Euro.

Größeres Interesse an Wertpapieren und Gold

In welche – bereits bestehenden oder neuen – Spar- und Anlagevehikel wollen die Befragten das Geld fließen lassen? Sparbuch (56 Prozent) und Bausparvertrag (39 Prozent) kommen „traditionell“ auf die höchsten Werte. Im Vergleich mit dem Vorjahr sind sie praktisch unverändert.

Platz drei belegt die Pensionsvorsorge mit 32 Prozent, Platz vier die Lebensversicherung mit 31 Prozent. Auch hier hat sich im Grunde nichts bewegt. Vor einem Jahr waren die entsprechenden Werte 31 bzw. 30 Prozent.

Wertpapiere kommen auf 38 Prozent. Der Betrag ist als Nettowert aus den Einzelwerten für Fonds, Aktien und Anleihen zu verstehen. Vor einem Jahr lag betrug er 32 Prozent. Zugelegt hat auch – und besonders – Gold: Hier steigerte sich der Wert im Jahresvergleich von 17 auf 25 Prozent.

Auch im Vergleich unmittelbar mit dem Vorquartal, also dem vierten Quartal 2021, können sich Wertpapiere steigern. Der damalige Nettowert lautete 34 Prozent. Lebensversicherung und Pensionsvorsorge erreichten damals 34 bzw. 30 Prozent – leicht höhere Werte als zuletzt.

Geplante Spar- und Anlageformen (Daten: Erste Bank/Integral; Grafik: Lampert)

Drei Viertel nehmen Kostenanstieg wahr

72 Prozent gaben an, die erhöhte Inflation und die damit verbundenen steigenden Kosten für Energie, Wohnen und Lebensmittel wirkten sich bereits auf ihr Haushaltsbudget aus.

Bei Haushalten mit einem Nettoeinkommen unter 2.000 Euro trafen 75 Prozent diese Aussage, bei jenen mit mehr als 2.000 Euro waren es 70 Prozent.

„Die Inflation ist und bleibt ein bestimmendes Thema in diesem Jahr, wahrscheinlich auch darüber hinaus“, kommentiert Erste-Vorstandschefin Gerda Holzinger-Burgstaller.

Umso wichtiger sei es für die Sparer, ihr Angespartes vor Wertverlust zu schützen. „Das passiert aber nicht, wenn das Geld nur auf dem Sparbuch oder Konto liegt.“

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Bausparen · Darlehen · Lebensversicherung · Marktforschung
 
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