Umfrage: Krebsversicherung ist den meisten unbekannt

4.2.2021 – Die Donau bietet seit rund fünf Jahren eine Krebsversicherung an. Mit der Bekanntheit solcher Versicherungsprodukte ist es aber nicht sehr weit her, wie eine österreichweite Umfrage des Versicherers zeigt: Drei Viertel haben noch nichts davon gehört – für Generaldirektorin Havasi ein Auftrag, „noch mehr und noch besser darüber zu informieren“.

TQS-Geschäftsführerin Angelika Sonnek stellte die Ergebnisse vor (Bild: Donau/APA-Fotoservice/Juhasz).
TQS-Geschäftsführerin Angelika Sonnek stellte
die Ergebnisse vor (Bild: Donau/APA-Fotoservice/Juhasz).

Heute ist der 4. Februar, Weltkrebstag. Anlässlich dessen hat die Donau Versicherung AG eine Umfrage zum Thema Gesundheit in Auftrag gegeben.

Durchgeführt hat sie die Wiener TQS Research & Consulting KG am 20. und 21. Jänner 2021. Österreichweit wurden 1.000 Personen per Online-Fragebogen um ihre Antworten gebeten.

Die Ergebnisse wurden am Mittwoch einer Online-Pressekonferenz präsentiert.

Dinge, die besonders ängstigen

Eine der ersten Fragen war, welche aus einer Liste von Themen „Sie zurzeit am meisten“ ängstigen.

Kaum überraschend: Ganz vorne liegen Covid-19-Erkrankung, finanzielle Nöte, Wirtschaftskrise. Auf den nächsten Plätzen folgen eine sonstige schwere Erkrankung und steigende Lebenshaltungskosten.

Themen, die am meisten Angst machen (Quelle: Donau)
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Covid verdrängt andere Erkrankungen aus dem Bewusstsein

Die Befragten sollten auch angeben, inwieweit sie die folgende Aussage unterschreiben würden: „Die Covid-19-Krise/das Virus verdrängt andere bedrohliche Erkrankungen aus dem Bewusstsein.“

34 Prozent stimmen dieser Aussage voll, weitere 46 Prozent „eher“ zu. Nur 20 Prozent können sich mit ihr eher oder gar nicht identifizieren.

Krebs und Covid-19

Konkret gefragt, welche Erkrankungen „am meisten Sorge“ bereiten liegt in dieser Umfrage Krebs an erster Stelle (42 Prozent), Covid-19 wurde von 30 Prozent, psychische Erkrankungen von 21 Prozent genannt.

Eine Liste von 17 Erkrankungen war vorgegeben, Mehrfachnennungen waren möglich.

Erkrankungen, die Sorge bereiten (Quelle: Donau)
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Krebsversicherung den meisten unbekannt

Über eine Zusatzversicherung „im Gesundheitsbereich“ verfügen nach eigenen Angaben 32 Prozent der Befragten, 68 Prozent nicht.

Von speziellen Krebsversicherungen haben 72 Prozent der Befragten noch nichts gehört. Die restlichen 28 Prozent wissen von solchen Versicherungen; eine abgeschlossen zu haben, sagt in dieser Gruppe etwa jeder Sechste (17 Prozent).

Ein Drittel für Abschluss einer Krebsversicherung offen

„Wenn Sie noch keine Krebsversicherung besitzen, wie wahrscheinlich werden Sie in den nächsten fünf Jahren eine derartige Versicherung abschließen?“

Aufgeschlossen ist dafür nur eine Minderheit: 4 Prozent der 951 Befragten ohne Krebsversicherung bezeichnen einen Abschluss als „sehr“, weitere 30 Prozent als „eher“ wahrscheinlich. Ein besonders häufig genanntes Argument dafür sind „finanzielle Absicherung und Vorsorge“, mit Abstand gefolgt von „hohem Risiko einer Erkrankung“.

Für knapp die Hälfte (47 Prozent) der Befragten ohne Krebsversicherung ist ein Abschluss in den nächsten fünf Jahren „eher“, für 19 Prozent „sehr“ unwahrscheinlich. Oft werden finanzielle Gründe ins Treffen geführt, aber auch die Ansicht, dass eine Krebsversicherung nicht nötig oder nicht relevant sei.

Donau-Generaldirektorin Judit Havasi und Vorstandsdirektor Reinhard Gojer bei der Präsentation am Mittwoch (Bild: Donau/APA-Fotoservice/Juhasz)
Donau-Generaldirektorin Judit Havasi und Vorstandsdirektor Reinhard Gojer bei der Präsentation am Mittwoch (Bild: Donau/APA-Fotoservice/Juhasz). Zum Vergrößern Bild anklicken.

Risikoeinschätzung und Zufriedenheit mit der Gesundheit

Eine Rolle für die Zurückhaltung mag auch spielen, dass nur ein kleiner Teil für sich persönlich ein größeres Risiko sieht, an Krebs zu erkranken. Auf einer siebenstufigen Skala halten es nur drei Prozent für sehr hoch (Stufe 1), weitere fünf Prozent ordnen sich Stufe 2 zu.

Die große Mehrheit der Österreicher fühlt sich auch recht gesund: 24 Prozent sind mit ihrem Gesundheitszustand sehr, weitere 47 Prozent eher zufrieden, 22 Prozent wenigstens „teils, teils“. Acht Prozent sind eher oder sehr unzufrieden.

Bisher 1.000 Verträge pro Jahr

Eine Erkenntnis aus der Umfrage ist für Donau-Generaldirektorin Judit Havasi, „dass die Bevölkerung noch zu wenig über die private Krebszusatzversicherung weiß“.

Das sei ein Auftrag, „noch mehr und noch besser darüber zu informieren“ sowie auch ein größeres Bewusstsein für Vorsorgemöglichkeiten zu schaffen.

Die Donau hat 2016 eine Krebsversicherung auf den Markt gebracht (VersicherungsJournal 1.12.2015). Seit Produkteinführung hat sie laut Vorstandsdirektor Reinhard Gojer jährlich rund 1.000 Verträge abgeschlossen.

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