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Was D&O- und Cyberversicherungen unbedingt können müssen

10.6.2024 – Weitreichende Deckungen, wenige Ausschlüsse und Obliegenheiten, klares Wording oder Assistance-Leistungen zählen zu jenen Eigenschaften, die sich international tätige Versicherungsmakler von D&O- und Cyberversicherungen wünschen.

Panel-Diskussion beim Financial Lines Summit (Bild: VJ)
Mit wichtigen Deckungen von D&O- und Cyberversicherungen beschäftigten sich beim Financial Lines Summit Christian Berger (Marsh Austria), Kerstin Keltner (Aon Austria) und Sebastian Klapper (Finlex). Bild: VJ

Thema der abschließenden Panel-Diskussion des Financial Lines Summits war die Frage, was eine erstklassige Cyber- bzw. D&O-Deckung ausmacht und welche Deckungs-Mankos unbedingt verhindert werden sollten.

Dazu ließ der Veranstalter Finlex GmbH drei international tätige Versicherungsmakler zu Wort kommen. Zuvor allerdings durfte das Publikum seine Meinung darüber äußern, was in der D&O und in der Cyberversicherung für kleinere und mittlere Unternehmen wichtig ist.

Als besonders wichtig in der D&O-Versicherung bezeichneten die Konferenzteilnehmer möglichst lange bzw. unbegrenzte Nachmeldefristen (7,8 von zehn möglichen Punkten), Besitzstandswahrung bei Umdeckung (7,0) sowie eine weitreichende Definition der versicherten Unternehmen und Personen (6,7).

In der Cyberversicherung lagen die Prioritäten für das Publikum bei der Deckung von Löse- bzw. Erpressungsgeldern (8,1 Punkte) vor der weitreichenden Definition des Versicherungsumfangs (7,9) und der Vermeidung technischer Obliegenheiten (wie beispielsweise „Stand der Technik“-Klausel, 7,4).

Mehr Beratung für KMU in der D&O

Christian Berger, CEO und Leiter Specialties bei Marsh Austria, betont die Bedeutung einer hohen Kontinuität des Versicherers; wichtig sei auch eine möglichst breite Deckungsqualität mit möglichst wenigen Ausschlüssen sowie eine einfache Mechanik der Polizze mit „wenig Stellschrauben für den Versicherer“.

Für Kerstin Keltner, Director Financial Lines & Cyber bei Aon Austria, darf es im Zusammenhang mit Deckung und Rechtskosten nie taxative, sondern nur exemplarische Nennungen geben. Obliegenheiten und Ausschlüssen sollten eng abgegrenzt sein, zu vermeiden sei „unsauberes Wording“.

Sebastian Klapper, CEO von Finlex, ist davon überzeugt, dass für KMU eine weitreichende Deckung wichtiger ist als die Nachmeldefrist. Besitzstandswahrung wiederum sei „vor allem aus Maklersicht wichtig“.

Bei KMU müsse man viel mehr in die Beratung gehen, was D&O leistet, so Klapper; häufig würden sich Geschäftsführer nämlich den Vertrag das erste Mal im Schadenfall ansehen. Und Keltner ergänzt, dass bei der Risikoanalyse auch die Entscheidungswege des Kunden berücksichtigt werden müssen.

Cyber: Assistance im Schadenfall das Um und Auf

Was Cyber-Versicherungen betrifft, müssten technische Obliegenheiten möglichst vermieden werden, so Keltner. Vor allem im KMU-Bereich sei der „Stand der Technik“ schwer realisierbar. Einen guten Marktstandard ortet sie beim Thema Gefahrenerhöhung, beispielsweise bei der Meldung von Softwareänderungen.

Versichert sein sollte auch die Zahlung von Lösegeld, wobei Keltner auf die Bedeutung professioneller Dienstleister im Schadenfall hinweist. Einig sind sich Berger und Keltner, dass der Assistance-Faktor gerade im KMU-Bereich entscheidend ist: Assistance sei „das Um und auf in der Cyberversicherung“.

Für Berger müssen jedenfalls Betriebsunterbrechung, Drittschadenthematik, Incident Management und die Deckung von Lösegeldzahlungen enthalten sein. Das „Superprodukt“ wäre aber nicht sinnvoll, so Keltner; auch andere Sparten müssten sich mit den neuen Risiken auseinandersetzen.

Man dürfe die Cyberversicherung nicht überladen, sagt auch Klapper. Wichtig sei es, die Abgrenzungsfrage zu stellen. Sinnvoll sei eine Kombination aus Cyber- und Vertrauensschadenversicherung, auch hier sei Beratung von besonderer Bedeutung.

Schlagwörter zu diesem Artikel
Cyberversicherung · Managerhaftpflicht · Versicherungsmakler
 
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