Was für eine Reiseversicherung spricht

4.7.2018 – Die meisten Österreicher zieht es im Urlaub in die Ferne. Je weiter entfernt, desto teurer wird aber die Rückholung nach einem Unfall oder einer Krankheit. Ein Heimtransport mit dem Ambulanzjet ist in den letzten Jahren deutlich teurer geworden, selbst sechsstellige Euro-Beträge sind möglich.

Nur für 9,4 Prozent der Österreicher ist das Heimatland der bevorzugte Ort, Urlaub zu machen. Die meisten würden das nächste Mal am liebsten in die USA fahren (11,2 Prozent), während Italien, Australien und die Malediven als Orte der Sehnsucht direkt hinter Österreich rangieren, so das Ergebnis einer Umfrage von Marketagent.com für Allianz Partners.

Dabei wurden Ende 2017 500 Personen ab 18 Jahren in Online-Interviews über ihre Reisegewohnheiten befragt.

Wenn es um die Wahl des Reiseziels geht, ist die schöne Landschaft laut Studie für mehr als die Hälfte der Österreicher wichtig. Sicherheitsstandards und Sauberkeit folgen mit mehr als 40 Prozent, Klima und politische Lage sind jeweils für mehr als 30 Prozent bei der Wahl des Reiseziels von Bedeutung.

Nur jeder Sechste fährt mit Einzel- oder Jahres-Reiseversicherung weg

Dennoch machen sich 11,4 Prozent der Befragten überhaupt keine Gedanken über einen Versicherungsschutz. „Ausgeprägt“ sei auch das „trügerische Gefühl“, etwa mit der E-Card bereits umfassend abgesichert zu sein, so Allianz Partners.

Versicherungsschutz auf Reisen (Quelle: Allianz Partners/Marketagent)
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Für den Abschluss einer Reiseversicherung sind laut Studie der Rücktransport nach einem Unfall und die Kostenübernahme bei Krankheit die wichtigsten Argumente.

Allianz-Partners-Geschäftsführer Erik Heusel verweist auf die dabei anfallenden Kosten: „Vor allem in den USA, dem österreichischen Lieblingsreiseziel, sind fünfstellige Euro-Beträge Usus und sechsstellige Beträge für größere medizinische Behandlungen auch keine Seltenheit.“

Argumente für eine Reiseversicherung (Quelle: Allianz Partners/Marketagent)
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Nur schwer leistbar

Von ähnlichen Zahlen spricht auch die Wiener Städtische Versicherung AG, die nach eigenen Angaben jedes Jahr für rund 140 Kunden einen Rücktransport aus dem Urlaub organisiert. Dabei gelte: Je weiter der Weg nach Hause, desto teurer ist der Transport.

Doris Wendler (Bild: Alexandra Eizinger)
Städtische-
Vorstandsdirektorin
Doris Wendler (Bild:
Alexandra Eizinger)

„Unsere Erfahrung zeigt, dass Rückholungen mit dem Ambulanzjet meist derartig hohe Kosten verursachen, dass es für die Durchschnittsösterreicherin bzw. den Durchschnittsösterreicher schwer leistbar wäre, diese aus der eigenen Tasche zu bezahlen“, sagt dazu Städtische-Vorstandsdirektorin Doris Wendler.

Für den Rücktransport am Landweg beispielsweise aus den Mittelmeeranrainerstaaten würden „knapp 1.000 Euro“ anfallen, so die Wiener Städtische.

Teuerste Rückholung kostete 285.000 Euro

Die bisher teuerste Rückholung – die Heimreise in einem Ambulanzjet aus Tahiti – habe dagegen 285.000 Euro gekostet.

„Eine Rückholung kann aber noch teurer werden – die Kosten, die dabei entstehen können, sind nach oben unbegrenzt“, so Wendler.

Auffällig sind auch die Preissteigerungen der letzten Jahre. So würden die Daten der Wiener Städtischen zeigen, dass für einen Heimtransport mit dem Ambulanzjet 2009 durchschnittlich 10.000 Euro zu zahlen waren, 2017 aber bereits mehr als 31.000 Euro.

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