Wie es Österreichs Urlauber mit der Risikovorsorge halten

5.6.2018 – Zwei Drittel der Österreicher planen nach einer aktuellen Umfrage, im Sommer 2018 in den Urlaub zu fahren. Für den Fall gesundheitlicher Probleme oder einer Fahrzeugpanne sichern sich laut Ergebnis rund zwei Drittel ab, etwa drei Viertel treffen Vorsorge für einen Verkehrsunfall. Häufig wird eine Jahres-Reiseversicherung genutzt, häufig verlässt man sich auch auf die Kreditkarte.

Die Österreicher haben ihr Reisebudget für 2018 gegenüber 2017 um neun Prozent auf durchschnittlich 2.645 Euro aufgestockt, hat die zur Generali Group gehörende Europ Assistance ermittelt.

Für die in insgesamt 14 Ländern durchgeführte Studie „Urlaubsbarometer“ haben die Marktforscher von Ipsos im Auftrag von Europ Assistance auch 1.002 Personen in Österreich befragt.

Zwei Drittel verreisen

39 Prozent der Befragten haben vor, in diesem Sommer – also im Zeitraum Juni bis September – ein einziges Mal in die (nähere oder weitere) Ferne aufzubrechen, 27 Prozent wollen dies mehr als einmal tun; die restlichen 34 Prozent verzichten laut der Umfrage auf Sommerurlaub.

Ein gutes Drittel (38 Prozent) der Urlauber plant, in diesem Sommer zwei Wochen wegzubleiben, 32 Prozent für eine Woche. 13 Prozent peilen drei Wochen an.

Jeder dritte Urlauber bleibt in Österreich

Im Ranking der beliebtesten Urlaubsländer führt Österreich die Tabelle an: 30 Prozent bleiben im Sommerurlaub im eigenen Land.

Der Süden hole aber auf, berichtet Europ Assistance: „Bereits 29 Prozent der Österreicher wollen ihren Urlaub in Italien und weitere 23 Prozent in Kroatien verbringen. An dritter Stelle liegt Deutschland, das mit elf Prozent Spanien aus den Top drei verdrängt.“ Nach Spanien zieht es zehn Prozent.

Gerne in bekannte Regionen und ins Hotel

Bei der Wahl des Urlaubsortes setzen viele offenbar gerne auf Bekanntes: Dass man die Zielregion bereits früher besucht hat, ist mit 44 Prozent der meistgenannte Grund für die Wahl der Destination. Zweithäufigstes Motiv: das Wetter am Urlaubsort (24 Prozent).

Bei der Wahl der Unterkunft finden Hotels bei den Österreichern den meisten Zuspruch (61 Prozent). 26 Prozent wohnen im Urlaub in gemieteten Häusern oder Apartments, 17 Prozent in einer Frühstückspension. 16 Prozent wollen sich bei einem Freund, bei der Familie oder in der eigenen Ferienwohnung einquartieren.

Wie Urlauber für bestimmte Risiken vorsorgen

Und wenn Herr und Frau Österreicher auf Reisen gehen, fährt dann ein Versicherungs- oder Assistance-Schutz mit? Europ Assistance hat dies jene 661 Personen, die diesen Sommer Urlaub machen wollen, in Bezug auf bestimmte Risiken gefragt.

Jeweils rund zwei Drittel gaben an, dass sie für den Fall des Verlusts persönlicher Gegenstände, gesundheitlicher Probleme oder einer Fahrzeugpanne abgesichert sind. Knapp drei Viertel sagen, dass sie über Schutz für einen Unfall mit Verkehrsmitteln verfügen.

Häufig geben die Befragten einer Jahres-Reiseversicherung den Vorzug vor einer Einzelpolizze. In vielen Fällen verlässt man sich auf den Schutz einer Kreditkarte.

Von jenen 586 Befragten, die eine Reiseversicherung abgeschlossen haben, holten sich diese 58 Prozent direkt vom Versicherer, 39 Prozent via Kreditkartenanbieter.

Wenn Sie verreisen, sind Sie für folgende Risiken für gewöhnlich abgesichert?

Risiken (Auswahl)

Ja, durch eine Reiseversicherungs-/
Assistance-Polizze

Ja,
durch eine Bankkarte

Nein

Jahres-schutz

Temporärer
Schutz

Verkehrsunfall (Auto, Zug, Flugzeug, …)

37

18

17

28

Gebrechen am eigenen Fahrzeug

46

15

9

30

Gesundheitsprobleme im Urlaub

33

20

14

33

Verlust von Gepäck, Geld, Kleidung, …

21

21

25

33

Angriff auf die eigene Person

18

16

13

53

Naturkatastrophe

17

14

9

60

Verkehrsmittel: Streik oder Verspätung

10

16

13

61

Terroranschlag

9

9

6

76

Schlagwörter zu diesem Artikel
Darlehen · Gesundheitsreform · Marktforschung · Ranking · Reiseversicherung · Unwetter
 
WERBUNG
Ihr Wissen und Ihre Meinung sind gefragt

Ihre Leserbriefe können für andere Leser eine wesentliche Ergänzung zu unserer Berichterstattung sein. Bitte schreiben Sie Ihre Kommentare unter den Artikel in das dafür vorgesehene Eingabefeld.

Die Redaktion freut sich auch über Hintergrund- und Insiderinformationen, wenn sie nicht zur Veröffentlichung unter dem Namen des Informanten bestimmt ist. Wir sichern unseren Lesern absolute Vertraulichkeit zu! Schreiben Sie bitte an redaktion@versicherungsjournal.at.

Allgemeine Pressemitteilungen erbitten wir an meldungen@versicherungsjournal.at.

Täglich bestens informiert!

Der VersicherungsJournal Newsletter informiert Sie von montags - freitags über alle wichtigen Themen der Branche.

Ihre Vorteile

  • Alle Artikel stammen aus unserer unabhängigen Redaktion
  • Die neuesten Stellenangebote
  • Interessante Leserbriefe

Jetzt kostenlos anmelden!

VersicherungsJournal in Social Media

Besuchen Sie das VersicherungsJournal auch in den sozialen Medien:

  • Facebook – Ausgewähltes für den Vertrieb
  • Twitter – alle Nachrichten von VersicherungsJournal.at
  • Xing News – Ausgewähltes zu Karriere und Unternehmen
  • Youtube – Hintergründe zum Buchprogramm
Diese Artikel könnten Sie noch interessieren
16.2.2018 – Wenn die Versicherungsbranche in Sachen Kundenzufriedenheit mit Schlössern und Burgen oder Online-Shops für Torten- und Backzubehör in Konkurrenz tritt, sind Überraschungen programmiert. In diesem Fall: negative. mehr ...
 
19.5.2016 – Welche (Risiko-)Faktoren bestimmen die Urlaubspläne der Österreicher? Inwieweit sichern sie sich ab? Dem ist Europ Assistance im neuen „Urlaubsbarometer“ nachgegangen. mehr ...