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Wintersport: Flugrettung musste wieder häufiger abheben

24.2.2026 – In den Semesterferien 2026 ist die ÖAMTC-Flugrettung 1.605-mal zu Hilfe gerufen worden. 609 Einsätze betrafen alpine Wintersportunfälle.

ÖAMTC-Hubschrauber (Bild: ÖAMTC/Schornsteiner)
Bild: ÖAMTC/Schornsteiner

Die erste „Runde“ der Semesterferien 2026 in Österreich hat am 31. Jänner begonnen, am 22. Februar ist die letzte zu Ende gegangen – und damit eine der „intensivsten“ Phasen im Jahr für die Flugrettung des ÖAMTC, wie dieser am Montag feststellte.

Die Notarzthubschrauber absolvierten in den Semesterferien nach Angaben des Clubs insgesamt 1.605 Einsätze – rund 70 pro Tag (Semesterferien 2024: 1.666).

Die 18 ganzjährig betriebenen Stützpunkte verzeichneten 1.306 Alarmierungen. Hinzu kamen 299 Einsätze von Alpin 1 (Patergassen), Alpin 2 (Sölden), Alpin 5 (Hintertux) und Alpin Heli 6 (Zell am See); diese zusätzlichen Standorte decken erhöhten Bedarf im Winter ab und unterstützen die regionalen Bergbahnen.

609 Einsätze wegen Wintersportunfällen

Neben internistischen und neurologischen Notfällen spielten auch Wintersportunfälle eine bedeutende Rolle, berichtet der ÖAMTC: 609 Einsätze wurden in den Semesterferien 2026 auf Österreichs Skipisten geflogen (Semesterferien 2024: 726).

Nach der notfallmedizinischen Erstversorgung transportierten die Crews in diesen drei Wochen 554 Skifahrer, 22 Snowboarder, 12 Skitourengeher und 21 weitere Wintersportler in umliegende Spitäler.

Im Gesamtjahr 2025 fast 22.000 Einsätze

Zur Einordnung in Bezug auf das Gesamtjahr: 2025 wurden die Notarzt-Hubschrauber zu insgesamt 21.650 Einsätzen (2024: 22.203) gerufen, also zu rund 59 pro Tag. Das Einsatzspektrum reichte von akutmedizinischen Notfällen über Unfälle aller Art bis hin zu Naturkatastrophen.

Am häufigsten – nämlich 10.159-mal, das entspricht 47 Prozent aller Einsätze – erfolgte die Alarmierung auch 2025 wieder nach internistischen und neurologischen Notfällen.

Als weitere häufige Einsatzgründe nennt der ÖAMTC Unfälle in der Freizeit und im häuslichen Umfeld (12 Prozent) sowie Sport- und Freizeitunfälle im alpinen Bereich (ebenfalls 12 Prozent). Verkehrsunfälle waren in 8 Prozent der Fälle Grund eines Einsatzes.

Der überwiegende Teil der medizinisch notwendigen Notarzthubschraubereinsätze werde durch die Sozialversicherung gedeckt, teilt der Club mit.

Finanzielle Absicherung bei Unfällen

Ein Teil aber eben nicht. So können Bergungskosten und die Kosten der Beförderung bis ins Tal „bei Unfällen in Ausübung von Sport und Touristik nicht ersetzt werden“, betont die Österreichische Gesundheitskasse und empfiehlt deshalb, „eine entsprechende Vorsorge“ zu treffen. „Sonst kann ein Notfall schnell zu einem großen finanziellen Problem werden.“

Was Sport- und Freizeitunfälle im alpinen Bereich betrifft, haben laut Petra Zangerl, Leiterin der Einsatzverrechnung, jedoch mehr als 90 Prozent der geflogenen Patienten einen entsprechenden Schutz über diverse Versicherungen bzw. Mitgliedschaften.

Marco Trefanitz, Geschäftsführer der ÖAMTC-Flugrettung, appelliert jedenfalls an die Wintersportler, verantwortungsvoll unterwegs zu sein: „Aufeinander Rücksicht nehmen, realistische Selbsteinschätzung und die Einhaltung der FIS-Regeln tragen wesentlich dazu bei, Unfälle zu vermeiden.“

Schlagwörter zu diesem Artikel
Gesundheitsreform · Sozialversicherung · Unwetter
 
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