Die Versicherung vom Berater darf mehr kosten

1.4.2019 – Fast 30 Prozent aller in einer Studie von EY befragten Österreicher sind zur Zahlung einer höheren Prämie bereit, wenn sie den Versicherungsvertrag nicht online abschließen. Wer online abschließt, schätzt vor allem die Bequemlichkeit, wer beim Berater kauft die gute Beziehung zu diesem. Nach dem Abschluss werden Online-Services aber von der Mehrheit genutzt.

In der Studie zur Digitalisierung in österreichischen Versicherungen (VersicherungsJournal 28.3.2019 und 29.3.2019) hat sich die Ernst & Young Wirtschaftsprüfungsgesellschaft m.b.H. (EY) mit den Gründen für einen Online- oder Offline-Versicherungskauf beschäftigt.

Schließlich ging es auch um die Nachbetreuung und die Verwaltung der vorhandenen Verträge sowie um das Vertrauen in den Datenschutz.

Offline darf mehr kosten

Höhere Prämie bei Offline-Kauf einer Versicherung (Quelle: EY)
Höhere Prämie bei Offline-Kauf einer
Versicherung (Quelle: EY).
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Von allen Befragten erklären 29 Prozent, dass sie bereit seien, für einen Offline-Abschluss eine höhere Prämie als bei einem Online-Kauf zu zahlen.

Die gute Beziehung zum Vermittler ist für jene, die Versicherungen offline abgeschlossen haben, der wichtigste Grund dafür gewesen (49 Prozent). Weitere 28 Prozent geben den persönlichen Beratungswunsch und 14 Prozent die Präferenz für einen Termin vor Ort an.

Auf der anderen Seite war der Hauptgrund für einen Online-Versicherungsabschluss Bequemlichkeit. 44 Prozent jener Befragten, die zuletzt eine Versicherung online gekauft haben, geben das an. An zweiter Stelle folgt der geringere Preis mit 31 Prozent.

Was nach dem Abschluss wichtig ist

Nutzung digitaler Services nach dem Abschluss (Quelle: EY)
Nutzung digitaler Services nach dem Abschluss
(Quelle: EY). Zum Vergrößern Grafik anklicken.

Nach dem Abschluss waren 46 Prozent der Befragten bezüglich dieser Versicherung mit dem Versicherungsvertreter in Kontakt. Überhaupt keinen Nachkontakt hatten 16 Prozent.

Nur 33 Prozent der Studienteilnehmer haben bisher nach dem Abschluss einer Versicherung keine digitalen Self-Service-Funktionen genutzt.

Adressänderungen stehen dabei mit 19 Prozent an erster Stelle, es folgen Kontodatenänderungen (17 Prozent) und Schadenmeldungen (16 Prozent).

Überblick über die eigenen Versicherungen

Mehr als die Hälfte der Befragten (55 Prozent) sehen es als „äußerst“ oder „sehr“ wichtig, sämtliche Informationen jederzeit – sei es über einen persönlichen Vermittler oder ein Online-Kundenportal – verfügbar zu haben. Für weitere 28 Prozent ist dies „relativ“ wichtig.

Die Verwaltung der Versicherungsverträge will nur eine Minderheit von 18 Prozent einem digitalen Versicherungsordner überlassen, weitere 35 Prozent wären „vielleicht“ dazu bereit.

Schlussendlich wollte EY auch wissen, zu wem die Österreicher Vertrauen beim Datenschutz haben. Hier liegen Banken an vorderster Stelle, gefolgt von Versicherungen und der Bundesregierung.

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Digitalisierung · Marketing · Versicherungsvertreter
 
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