So online-affin sind die Österreicher beim Versicherungskauf

28.3.2019 – Eine Studie im Auftrag von EY (Ernst & Young) hat die Österreicher befragt, wie es zu ihrem letzten Versicherungsabschluss gekommen ist. Mehr als ein Drittel der Studienteilnehmer hat im Vorjahr eine Versicherung abgeschlossen, Auslöser war für mehr als ein Viertel von ihnen der Versicherungsvertreter. Auch bei Informationsbeschaffung, Ratschlägen und schlussendlichem Abschluss liegt er auf Platz eins.

Die Ernst & Young Wirtschaftsprüfungsgesellschaft m.b.H. (EY) hat im vergangenen Dezember durch die Splendid Research GmbH eine Studie zum Online-Abschluss von Versicherungen erstellen lassen.

Befragt wurde 1.007 in Österreich lebende Personen zwischen 18 und 69 Jahren. Die Stichprobe sei bevölkerungsrepräsentativ, wie EY erklärt.

Wann das letzte Mal eine Versicherung abgeschlossen wurde (Quelle: EY)
Wann das letzte Mal eine Versicherung abgeschlossen
wurde (Quelle: EY). Zum Vergrößern Grafik anklicken.

Die Fragen drehten sich um den letzten privaten Versicherungsabschluss, seine Art (online bzw. offline) sowie die in diesem Zusammenhang erfolgte Beratung.

Darüber hinaus wurden die Einstellungen der Österreicher zu Online-Abschluss und Online-Beratung erhoben.

Über den jüngsten Versicherungsabschluss

34 Prozent der Befragten haben zuletzt im Vorjahr eine Versicherung abgeschlossen. Bei 26 Prozent erfolgte der jüngste Abschluss 2017, bei 15 Prozent 2016 und bei 25 Prozent lag er bereits länger zurück.

Dabei wurde von 31 Prozent eine Kfz-Versicherung, von 20 Prozent eine Haushalts- und von sieben Prozent eine Unfallversicherung abgeschlossen.

Vorsorgen (inklusive betrieblicher Altersvorsorge und Lebensversicherung) wurden von fünf Prozent als jüngste abgeschlossene Versicherung angegeben.

Für ebenfalls je fünf Prozent der Studienteilnehmer betraf der bislang letzte Abschluss eine Haftpflicht-, Rechtsschutz- oder Reiseversicherung.

Wie es zum Abschluss kam

Dass sie eine bestimmte Versicherung benötigen, haben 28 Prozent der Befragten von ihrem Versicherungsvertreter erfahren (bei diesen handelt es sich laut Auskunft von EY definitionsgemäß um den angestellten Außendienst bzw. um Einfachagenten).

Für je ein Viertel waren Freunde, Familie oder Bekannte bzw. die eigene Erfahrung Auslöser.

Während sechs Prozent beim Offlinekauf eines anderen Produkts auf die Notwendigkeit einer Versicherung hingewiesen wurden, waren es bei Onlinekäufen nur zwei Prozent.

Am wenigsten relevant beim Versicherungsabschluss waren laut Studie Apps von Versicherungen sowie Fernsehen und Radio.

Informationsbeschaffung und Ratgeber

Die wichtigsten Informationsquellen (Quelle: EY)
Die wichtigsten Informationsquellen (Quelle: EY).
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Auch bei der Beschaffung von Informationen über das dann abgeschlossene Versicherungsprodukt liegen Versicherungsvertreter mit 40 Prozent an erster Stelle. Von Freunden, Familie oder Bekannten haben 17 Prozent Informationen erhalten, von Online-Vergleichsportalen 15 Prozent.

Als Ratgeber den größten Einfluss auf den Abschluss hatten erneut Versicherungsvertreter. 59 Prozent der Befragten ließen sich von ihnen beeinflussen, während je 56 Prozent auf Freunde, Familie und Bekannte oder die eigene Erfahrung vertrauten (es waren jeweils die drei wichtigsten Einflussfaktoren anzugeben).

Online-Vergleichsportale (26 Prozent) oder Versicherungs-Websites (23 Prozent) hatten im Vergleich dazu deutlich weniger Einfluss auf den Abschluss.

Bei wem gekauft wurde

Bei wem der Abschluss stattfand (Quelle: EY)
Bei wem der Abschluss stattfand (Quelle: EY).
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Schlussendlich wurde das Versicherungsprodukt dann von 82 Prozent offline gekauft. So haben 56 Prozent der Befragten bei einem Versicherungsvertreter, weitere zehn Prozent bei einem Makler bzw. Mehrfachagenten abgeschlossen.

Acht Prozent aller Abschlüsse seien bei einem Bankberater erfolgt, weitere sechs Prozent über Online-Vergleichsportale. Je vier Prozent haben über die Website des Versicherers bzw. bei einem Händler anlässlich des Kaufs eines Produkts abgeschlossen.

Eine weitere Frage betraf allgemein den Versicherungsabschluss bei einem Händler. 23 Prozent der Studienteilnehmer haben schon einmal eine Versicherung bei einem Autohändler abgeschlossen.

Auch bei Reiseveranstaltern (22 Prozent) und Elektronikhändlern (17 Prozent) wurden bereits Versicherungsprodukte gekauft. Allerdings hat die Hälfte der Befragten noch nie ein Versicherungsprodukt bei einem Händler abgeschlossen.

 
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