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An der Realität vorbei

2.9.2026 – Grundsätzlich sind neue Ideen für die Nutzung des freien Kapitalmarktes für die begleitende Ansparung für die Altersvorsorge sehr zu begrüßen, allerdings verwundern mich die völlig an der Realität vorbeigehenden Renditeannahmen bei diesen Vorschlägen.

So werden bei den geäußerten Zahlen für den Staatsfonds rund 9,25 % p.a. Rendite unterstellt und bei dem von BK Stocker vorgestellten Modell des Zukunftsdepots über einen Zeitraum 6,75 % p.a. Nettorendite unterstellt. Jeder im Finanzbereich tätige Mensch weiß, dass solche Renditen völlig unrealistisch sind (zwar möglich, aber damit zu werben, sehr sehr unseriös).

Der größte reale Effekt und Motivation für Staatsbürger, privat in den Kapitalmarkt vorzusorgen, ist in meinen Augen die Abschaffung von KEST 1 und KEST 2 für Kapitalanlagen, wenn diese für die Altersvorsorge tatsächlich verwendet werden, denn diese Ansparungen werden ohnehin aus bereits versteuerten Geldern getätigt.

Dazu müssten lediglich Regeln eingeführt werden, welche spezielle Depotbedingungen per Gesetz vorsehen, keine Einschränkungen für die Auswahl der in diesem Depot befindlichen Wertpapiere, aber nur Einschränkungen für den Erhalt der Steuerbefreiung, wenn die Parameter für die Altersvorsorge u.ä. klar definierten Parametern eingehalten werden!

Dies würde dazu führen, dass private Gelder ganz sicher angespart werden, sehr leicht durch die depotführenden Banken und die Finanzbehörden überprüfbar bleiben, der bürokratische Aufwand nicht den ganzen Erfolg auffrisst und der Staatsbürger nach persönlicher Risikoneigung, Alter und Wünschen in diesen Depots seine Ansparungen tätigen kann.

Ein Gewinn für jeden Einzelnen, für alle Dienstleister in diesem Sektor und letztendlich für eine sinnvolle Ergänzung der Altersvorsorge, welches wieder Auswirkung auf die Wirtschaft haben wird, weil diese Pensionisten auch finanziell ihren letzten Lebensabschnitt genießen können.

Erwin Loretz

Loretz.erwin@zukunft-gmbh.at

zum Artikel: „Stocker: „Zukunftsdepot“ soll private Vorsorge fördern”.

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