Eigenvorsorge ist notwendig

7.5.2018 – Politischer Anschub reicht nicht Der Wettbewerb um die Mindestpension nach 30 oder 40 Beitragsjahren hat schon eignesetzt. Jetzt halten wir bei 1.400 Euro. Fällt niemandem auf, daß das mehr als die Durchschnittspension in der ASVG ist?

In Österreich wird gewetteifert, wie man Zuzug erschwert, Flüchtlinge abschiebt und Familienbeihilfen kürzt. Ja – selbstverständlich soll es möglichst wenig Mißbrauch geben, aber das wird nie ganz erreichbar sein.

Ich hätte aber gerne Vorschläge von der Regierung, wie man die Geburtenrate – nun seit Jahrzehnten unter 1,5 – steigert. Denn eines ist klar – eine schrumpfende Bevölkerung wird ärmer, und die „Alten” werden das am meisten spüren. Jetzt gehen die Babyboomer in Pension und der Pillenknick wird wirksam.

Selbst wenn ab sofort ein neuer Babyboom käme...durchschnittlich dauert es 23,5 Jahre, bis diese Menschen arbeiten und Beiträge ins System einzahlen. Dazwischen braucht es mehr Kindergärten, Betreuer, Schulen, Lehrer, Uniplätze. Alles zunächst Kosten.

Eine Entschärfung ist nur durch geregelten – aber massiven – Zuzug möglich. Darüber sollten wir diskutieren, nicht über Schließen von Routen, Abschiebungen oder konzentrierte Verwahrungen.

Und was die Altersvorsorge anlangt. Österreich hat sich seit der Niedrigzinsphase nach Angaben des Staatsschuldendienstes 60 Milliarden EUro an Zinsen erspart. Ein Bruchteil davon zur Förderung der Alter-und Pflegevorsorge, das wäre der nötige Anschub. Und endlich offiiell zugeben, daß Eigenvorsorge notwendig ist!

Rudolf Mittendorfer

r.mittendorfer@verag.at

zum Artikel: „EU-Bericht: Seit Jahren kein politischer Schub für Altersvorsorge”.

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