Ein Ende mit Schrecken – klar seit 1946!

27.6.2016 – Winston Churchill hat 1946 Frankreich zur Versöhnung mit Deutschland aufgefordert und eine europäische Einheit gefordert – ohne Großbritannien!

An dieser Einstellung hat sich nie etwas geändert. Die Briten traten widerwillig der EU bei und beharrten immer auf Extrawürsten, die einer europäischen Integration zuwiderliefen.

Gerade im Finanzbereich war einziges Ziel, die Vormachtstellung des Finanzplatzes London zu sichern, und im Versicherungsbereich litten und leiden wir unter den britischen KonsumentenschützerInnen, welche die Speerspitze unsinniger Forderungen darstellen.

So betrachtet bin ich der Auffassung, daß es in unserer Branche mit dem Brexit nur besser werden kann – ungeachtet der selbstverständlichen gesamtwirtschaftlichen und politischen Verwerfungen, die entstehen werden. Letztlich ist das ein Ende mit Schrecken, das gleichzeitig einen Neuanfang erst möglich macht.

Die massiven Nachteile für UK werden Nachahmungstäter rasch abschrecken, und in Großbritannien selbst wird man auch bald bemerken, einen Fehler gemacht zu haben. Die EU wird lernen, den regulierungswütigen Zentralismus einzudämmen, und alle gemeinsam können aus gemeinsamem Schaden klüger werden.

So gesehen ist diese Abstimmung mittelfristig geradezu ein Geschenk. Wenn das gemeinsame Ziel zu schwach ist, hat man nun Gelegenheit zur Korrektur. Wenn es sich als richtig und notwendig herausstellt, wird man nun den europäischen Gedanken nach der Katharsis mit weniger Störfeuer verfolgen können.

Rudolf Mittendorfer

wko@r.mittendorfer.at

zum Artikel: „Branchen-Reaktionen auf den „Brexit“”.

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