Eine Lösung nach bekanntem Muster wäre zu überlegen

18.8.2026 – Mitunter muß der Berg zum Propheten gehen …

Ich erinnere mich gut an eines der zahlreichen Jahrhunderthochwässer – nämlich 2002. Damals gab es einige Zeit eine Versicherung, die ohne rote Zonen weiter Deckung bot, allerdings mit EHV-Prämien, die rund 20 % über dem Markt lagen. Der Vertriebsvorstand „beschwerte“ sich bei der Maklerschaft, daß doch gemäß „best advice“ nun mehr Geschäft kommen müsse. Dem war aber nicht so.

Die Lehre ist: Zunächst beim Hochwasser würden die Bewohner noch in die Filialen schwimmen, um noch rasch eine Deckung zu erlangen, aber diese Bereitschaft verdunstet offenbar gleich schnell wie das Wasser.

Wir müssen wohl zur Kenntnis nehmen, daß mit der bisherigen Vorgangsweise Vorsorge nicht klappt. Erst recht nicht, solange Schäden aus dem Katastrophenfonds ersetzt werden und der vorsorgende Versicherungsnehmer indirekt bestraft wird.

Eine Lösung wie bei der Ernteversicherung wäre zu überlegen. Der Staat zahlt 50 % der Prämie für die Natkat-Deckung – dafür gibt es aber nichts, absolut nichts aus dem Katastrophenfonds.

Rudolf Mittendorfer

office@rudolfmittendorfer.at

zum Artikel: „Durchblicker: Höhere Natkat-Deckungen kaum gefragt”.

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