Erwartungshaltungen sind verschieden

27.4.2018 – Wenn das nur alles (wahr) wäre.... Umfragen und Marktuntersuchungen sind wichtig, kein Zweifel Der Blick von außen und die Relativierung der persönlichen Wahrnehmung durch „neutrale” Betrachter gehört einfach zum Geschäftsalltag.

Allerdings sehe ich in dieser Untersuchung keinen besonderen Erkenntnisgewinn. Zum einen liegen die ermittelten Prozentsätze ohnehin meist knapp beisammen, zum anderen geht zumindest bisher nicht hervor, welche Art von „Finanzberater” gemeint sind.

Bekanntlich gibt es in Österreich eine stringente Gewerbeordnung, der gemäß das, was Angestellte, Agenten, Makler, Finanzdienstleister und Nebengewerbler tun dürfen – und wie sie auftreten sollen – sehr unterschiedlich ist. Das wird wohl auch eine Auswirkung auf die Erwartungshaltung und Einstellung der Kunden haben.

Ein Beispiel: Von einem Agenten wird der Kunden keinen objektiven Marktvergleich erwarten (dürfen) und daher selbst online nach Vergleichen surfen. Bei einem Vermögensberater, der nur Leben und Unfall beraten darf, ist es wohl ähnlich.

Wenn mir als Makler Klienten sagen, was sie im Internet gefunden haben, dann sage ich ihnen, wann der nächste Maklerkurs stattfindet, falls sie diese Tätigkeit ausführen wollen. Das meine ich halb ernst, teils provoziere ich die Klienten damit.

Denn wenn sie meiner Marktkenntnis nicht vertrauen, dann sollten sie wohl besser einen anderen Berater suchen. Die gegenseitigen Erwartungshaltungen zu verifizieren schadet nie, im Gegenteil, das führt entweder zur Trennung (selten) oder (meist) zu einem viel bessern Miteinander

Rudolf Mittendorfer

r.mittendorfer@verag.at

zum Artikel: „Wie falsch Berater ihre Kunden einschätzen”.

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