Fallende Progression könnte eine Lösung sein

27.9.2012 – Solange das Dauerthema "Pensionen" hauptsächlich als Speerspitze, bzw Schutzwall politischer Grundsätze(soweit die überhaupt noch vorhanden sind), dienst, kann Nichts herauskommen.

Wie auch. Die einen wollen möglichst viel Abhängigkeit von Vater Staat, von der Wiege bis zur Bahre (Ganztagsschule, Gesamtschule, Krankenversicherung, Pension usw.), die anderen plädieren für mehr persönliche Entscheidungsfreiheit, ohne aber recht zu wissen, wie; aber schon, wie nicht ...

Es gäbe dabei kaum ein Thema, das besser auch für die Zukunft zu kalkulieren wäre: hie die zu erwartenden Einzahlungen, da die notwendigen Ausgaben für Pensionen. Die Faktoren Alterspyramide, Geburtenanzahl, Lebenserwartung etc. sind längst bekannt. Also ist die Pensionsfrage ein reines Rechenexempel, bei dem man nur mehr festlegen muss, wie viel zahlt der Staat dazu.

Die angedachte Lösung, dass nach zum Beispiel 45 Pensionsjahren jedermann den Berufsweg mit einer lebenslangen, ausreichenden Alterspension mit zum Beispiel 60 beenden kann, ist im Hinblick auf die steigende Lebenserwartung wohl ein gefährlicher Irrweg. Man kann der 100-Jährigen zwar zum Geburtstag gratulieren, aber auch nach 40 Pensionsjahren (die als 15 oder so angedacht waren) gehen die Zahlungen eben weiter.

Ein vielleicht sinnvolles Modell könnte auf der Tatsache basieren, dem fallenden Pensionsbedarf im höheren Alter Rechnung zu tragen und ein Modell mit fallender Progression anzudenken – zuerst die „Reisephase“ und dann der deutlich billigere „Fernsehabend“ ...

Gerald Winterhalder

office@alcor.at

zum Artikel: „„In höchstem Maße ärgerlich“”.

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