Fehlende Antworten

19.12.2017 – Viel liest und hört man dieser Tage über „Blockchain“ und „Smart Contracts“. Allein Antworten auf die Frage, wie das denn in der Praxis konkret laufen soll, habe ich bis dato noch keine gefunden.

Blockchain gehört wohl die Zukunft (daran zweifle ich gar nicht) und ist sohin nicht zu „verteufeln“. Die Frage ist nur, in welchem Umfang und Ausmaß und – insbesondere – ob denn diese Technologie tatsächlich geeignet sein kann, die Bedeutung des „Faktors Mensch“ in der Ablaufkette wirklich „gegen Null“ zu drängen.

Gute Versicherungen werden (davon bin ich überzeugt) auch weiterhin komplexes Know-how erfordern. Und: Potentielle Risikoträger (ungefiltert?) mit (mehr oder weniger relevanten) Risiko-Informationen zuzuschütten, hat sich auch vor Blockchain noch in den seltensten Fällen als zielführend erwiesen.

Ehe man hier also spekulative Zukunftsszenarien verbreitet (und Mitarbieter in der Branche dadurch verunsichert, dass man ihnen künftige Verzichtbarkeit vor Augen führt), sollte man an praxistauglichen Lösungen arbeiten und diese dann auch in repräsentativen Feldversuchen auf den Prüfstand stellen.

Denn wenn uns die Geschichte der Versicherungsbranche eines gelehrt hat: Nicht alles, was sich in der Theorie gut anhört, ist in der Praxis dann auch genauso beständig …

Otto Baldasti

otto.baldasti@aon-austria.at

zum Artikel: „Blockchain wird zum Prüfstein für Vermittler”.

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