Froh über die offene Diskussion eines brennenden Problems

8.8.2013 – Als Kollege, der inzwischen bald 30 Jahre Branchenerfahrung hat, muss ich in sehr vielen Teilen Manfred Taudes Recht geben.

Wir Makler lassen es uns nach wie vor gefallen, dass wir ohne wirtschaftlichen (= Provision, Bürokostenzuschuss) Ausgleich immer mehr Aufgaben von den Versicherungen übernehmen (Offerterstellung, jegliche Ausdrucke, Schadensabwicklung, bis zur Polizzierung usw.).

Wir müssen Provisionsansprüche vorsorglich bei Lebensversicherungen auf fünf Jahre aufteilen, obwohl die Dienstleistung voll erbracht wurde. Gesetze wurden geschnürt, die uns einschnüren. Das Haftungspotential stieg enorm und die Anspruchsbegehrlichkeit der Kunden hat die „Geiz ist geil“-Mentalität voll zur Wirkung gebracht.

Wenn wir keinen Weg zur Kostenwahrheit finden, werden weiter „gute“ Vollkunden möglicherweise viele anderen Kunden subventionieren. Das ist weder gerecht noch richtig.

Auch der Konsumentenschutz sollte endlich begreifen, dass der Versicherungsmaklerstand so strenge Regeln aufgebürdet bekommt, dass der Kunde nur mehr in Watte eingehüllt ist und Eigenverantwortung ablehnt. Die Gerichte bestärken ihn noch in seiner Haltung.

Ich bin froh, dass ein Branchenkenner ein unter den Nägeln brennendes Problem so offen zur Diskussion stellt. Wir sitzen alle in einem Boot und müssen agieren und nicht nur im Nachhinein reagieren!

Heribert Laaber

office@aaa-laaber.at

zum Artikel: „„Keiner will als Erster zugeben, dass er ‘s nicht mehr schafft“”.

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