Grotesk

2.10.2012 – Dieser bestenfalls als „grober Unfug“ einzustufende Vorschlag geht in die bekannte Richtung: Eine staatliche „Pseudovorsorge“ soll die weit effizientere private Vorsorge quasi unterlaufen. Wer sich mit kleinen Unternehmern auskennt, weiß, dass ein Krankenstand äußerst selten so lange dauern kann und wird. Damit ist nämlich die Existenz des kleinen Unternehmens, egal was immer gemacht wird, in höchster Gefahr, wenn nicht schon gekippt.

Somit, wie wir aus unzähligen Beispielen wissen, wird der erkrankte Unternehmer alles daran setzen, nicht untätig im Bett, sondern auch mit 39 Grad Fieber im Büro oder in der Werkstätte, sicher auch am Telefon, Fax und Internet zu verbringen.

Um dem Fass den Boden auszuschlagen, sieht dieser groteske Entwurf eine „großzügige“ Zahlung von 27 Euro (!) pro Krankheitstag vor – und so etwas soll ernst genommen werden?

Aber die Katze ist ja noch nicht aus dem Sack: Warten wir einmal ab, was das, ebenso wie die großzüge Ausweitung der Unfallversicherung – die bei Bestehen einer privaten, sinnvollen Familienunfall völlig überflüssig ist –, an höheren Beiträgen kosten wird.

Gerald Winterhalder

office@alcor.at

zum Artikel: „Kleine Unternehmer sollen künftig Krankengeld bekommen”.

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