Illusion

10.12.2012 – Man kann die Forderung auf einen Punkt bringen: mehr Professionalität, mehr Know-how und deutlich weniger fachfremde „Experten“, die zwar vielleicht theoretische Analysen für Damenoberbekleidung und Tiernahrung, vielleicht sogar auch für Sanitärporzellan, aber sicher nicht für Versicherungen, deren komplexe Strukturen oft erst nach der Wirkungsperiode mancher Kurzzeitsanierer erschreckende Auswirkungen zeigen.

Die Auslagerung von Schäden außer Haus kann nicht funktionieren, schon weil die Interessenslage und Folgewirkungen eine wichtige Rolle spielen, außerdem ist der Kosten-Nutzen-Faktor gegenüber hauseigenen, erfahrenen Mitarbeiter nach einem Beobachtungzeitraum genau zu prüfen.

Eine andere Schiene ist die unhaltbare Situation, dass der Staat immer wieder für „Überraschungen“ sorgt, die die Kostenstruktur nicht gerade verbessern. Denken wir nur an die aufgebürdete Kfz-Anmeldung, bei der Vater Staat quasi fürs Nichtstun den Löwenanteil der Zulassungsgebühren einstreift, die Arbeit aber den Versicherern bleibt.

Wenn jetzt noch Förderzusagen von staatlicher Seite sich als so wertvoll wie ein „verschlagener Wind“ erweisen und damit einstmals Vorzeigesparten torpedieren, wird eine längerfristige Ergebnsverbesserung Illusion bleiben.

Gerald Winterhalder

office@alcor.at

zum Artikel: „Analysten fordern von Versicherern höhere Profitabilität”.

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