Kampfsport Skifahren

20.1.2014 – Eine sehr interessante Statistik, die aber allein betrachtet noch nicht jene Auskunft gibt, die zielsicher helfen könnte, Risiken zu vermeiden. Wenn man sieht, dass Fußball nur an zweiter Stelle rangiert, ist man geneigt, den negativen Spitzenreiter Skifahren auch als körperbetonten Kampfsport einzustufen, bei den zahlreichen kolportierten Fällen von Zusammenstößen, oft mit „Fahrerflucht“, nicht ganz falsch.

Hauptursachen sind mangelnde Kondition und Fahrpraxis. Bei den heutigen Kosten wird halt oft nur mehr einmal im Jahr Ski gefahren, aber dann auf Teufel komm’ raus. Eine Rolle spielen die oft schlechten Pistenverhältnisse, Eisplatten, Kunstschnee, aber auch an viel befahrenen Stellen Gras und Steine.

Die Kapazität der Lifte nimmt zwar laufend zu, doch die Pisten werden nicht größer und dort wo zwei Abfahrten ineinandermünden oder gar kreuzen, ist es so gefährlich wie an der Opernkeuzung – ohne Ampel, besonders wenn der beliebte „Jagertee“ seine gefährliche Wirkung entfaltet.

Der nächste Punkt sind die hohen Abtransportkosten. In Tirol gibt es schon fast mehr Heli-Standplätze als Bahnstationen, Abtransport mit Akja ist Geschichte. Man wird über eine weit effizientere Überwachung, speziell auch an den Kassen, nachdenken müssen. Dort muss ja jeder Pistenrowdy einmal vorbeikommen.

Gerald Winterhalder

office@alcor.at

zum Artikel: „Die unfallträchtigsten (Winter-)Sportarten”.

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