„Mein Lehrer sei Gantenbein“

9.9.2014 – „Mein Lehrer sei Gantenbein“ sollte man in Abwandlung des großartigen Buches von Max Frisch dem Herrn Kalliauer uns seinen Konsorten ins Stammbuch schreiben! Würde eine private Versicherung ein Machwerk wie die AK-Broschüre in Verkehr bringen, dann würden AK und VKI wohl mit „selektiv, tendenziös und unseriös“ urteilen.

Ohne jetzt auf die Details der Unsinnigkeiten einzugehen – das haben die Vertreter der Assekuranzen ohnehin (sogar zu „milde“) getan, geht es doch letztlich um eine einzige Frage: „Ist es möglich, dass sich das Umlagesystem von demografischen, wirtschaftlichen und fiskalischen Zwängen abkoppelt und ungeachtet aller sonstigen Probleme der Welt als einziges Medium absolute Sicherheit und Prosperität gewährleisten kann?“

Selbstverständlich hat die private Vorsorgeindustrie unter den Ereignissen der letzten Jahre gelitten – und wird dies weiter tun. Und ebenso selbstverständlich leidet das Umlageverfahren. Umlegen kann man nur, was da ist. Wenn die Volkswirtschaft weniger produziertes Volkseinkommen auf mehr Leistungsbezieher aufteilen muss – und das ist wohl unvermeidbar –, dann kommt es zu relativen und/oder absoluten Pensionskürzungen! Umlagesystem und Kapitaldeckungssystem schöpfen aus demselben Fluss.

Wieso Herr Kalliauer partout Feindbilder braucht, könnte man wohl schärfer formulieren, als es Dr. Gantenbein formuliert hat. Dieser – Gantenbein – ist eben ein Sir. Übrigens persönlich ein Dankeschön für die Unterstützung des Wiener Maklertages und Hammurabipreises und alles Gute für die „außerassekuranziöse“ Zukunft!

Rudolf Mittendorfer

r.mittendorfer@unabhaengigeswirtschaftsforum.at

zum Artikel: „Aufreger AK-Broschüre: Was die Versicherungen dazu sagen”.

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