Nichts dazugelernt

3.3.2014 – Vor Jahren hat der damalige Obmann der Wiener Versicherungsmakler Rudolf Mittendorfer eine Pressekonferenz einberufen, bei der auch Vertreter des VKI anwesend waren und die Sachlage sehr kompetent und verständlich erklärt wurde. Fazit: Die meisten bankvermittelten und so gut wie alle CPPI-Produkte sind ausgestoppt, nur ein Teil der übrigen Verträge wird Rendite in unbekannter Höhe abwerfen können.

Damals habe ich die laute Stimme von VKI und AK und Gewerkschaften vermißt, die sich für die kleinen Pensionszusatzsparer einsetzt. Dasselbe Spiel haben wir alle erlebt, als die Regierung die Prämien halbiert hat – Schweigen im Walde.

Dann habe ich vor einiger Zeit den Vortrag einer Dame vom VKI erlebt, in dem die „eierlegende Wollmilchsau“ gefordert wurde: Rendite mindestens 2% über der Inflation, keine Abschlusskosten, absolute Sicherheit (auch für die Rendite), keine Schwankungen ...

Schade, sehr schade, dass hier nichts dazugelernt wurde!

Im zitierten Fall gibt es immerhin nach den vorangegangenen „bösen Jahren“ noch ein wenig Rendite, und das bedeutet, dass der Vertrag noch Chancen hat – es ist wie im richtigen Leben: Tapferkeit und Erfolg werden von den „Konsumentenschützern“ abgestraft.

Anstatt sich „einzuschießen“, sind die genannten Organisationen aufgerufen, sich doch einmal mit der Materie näher zu beschäftigen und Lösungsvorschläge anzubieten. Noch besser wäre, sie würden selbst so ein Produkt auflegen. Hoffentlich bleibt dann den kleinen Pensionszusatzsparern ein Debakel wie bei den VKI-Versuchen, bestbietende Stromlieferanten zu vermitteln, erspart!

Bis der Lernprozess zumindest eingeleitet ist, sind, um Kleinanleger vor Schaden zu bewahren, vom VKI Tests zu Handmixern, Staubsaugern und Büstenhaltern willkommen, nicht aber Äußerungen zu Versicherungsprodukten.

Christoph Ledel

bureau@ledel.at

zum Artikel: „VKI schießt sich auf Zukunftsvorsorge ein”.

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