Politkommissare an die Front!

22.11.2019 – Dass zurückweichende Truppen von den eigenen „Kameraden” erschossen und damit die „Kampfmoral” gesteigert wurde, gab es in vielen Armeen. Die Rote Armee hatte institutionalisiert Politkommissare, die der militärischen Führung übergeordnet waren.

Die EU will offenbare derartige Mechanismen auch in der Finanzwirtschaft durchsetzen. Banken müssen bereits Kredite für Unternehmen, die nicht „nachhaltig” produzieren, mit höheren Zinsen „beglücken”.

Ein Vertreter der Voest quittierte das bei einer Veranstaltung, der ich beiwohnen durfte damit, „dass sich die Voest dann halt außerhalb der EU finanzieren werde”. Aber wie machen das kleine und mittlere Betriebe?

Ähnlich die Probleme mit der Veranlagung. Muss jetzt jede Bank Ökokommissare vorhalten, die die Nachhaltigkeit der Betriebe, deren Aktien man in den entsprechenden Fonds hält, laufend prüfen? Mit welchem Mandat?

Oder -was sich abzeichnet – bekommen US-amerikanische Ratingagenturen ein neues Monopol? Auf die Versicherungen kommt Ähnliches zu. Nicht nachhaltiges Unternehmen – höhere Prämie. Vielleicht darf das der Makler prüfen?

„Wir amüsieren uns zu Tode” schrieb Neil Postman 1985 und meinte damit die Vermüllung mit Information und die Erkrankung der Gesellschaft an „kulturellem Aids”.

Wir „regulieren uns zu Tode” unter dem Deckmantel von Konsumentenschutz und „Sustainable Finance”. Ich sehe uns 2019 im Vorraum des „allgemeinen Glücks” der Jakobiner. Deren weiterer Verlauf ist bekannt.

Rudolf Mittendorfer

r.mittendorfer@verag.at

zum Artikel: „Klimaschutz per Versicherung und Investment”.

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