Traurige Erkenntnis

30.6.2013 – Nachdem ich diesen Artikel genau gelesen habe, komme ich eher zu dem Schluss, dass die Befragten „Vorsorgen“ ganz anders interpretieren, als ihnen ihre Zukunft abverlangen wird.

Wenn ich dieses Umfrageergebnis richtig lese, dann haben 34% von den 11% der „Nichtvorsorger“ als Grund „Weil es nicht notwendig ist“ angeführt. Das sind nach meiner Rechnung 3,74% der Befragten. Das würde natürlich ein anderes Bild ergeben. Schockiert, nein. Bei der täglichen Arbeit werde ich eh immer wieder damit konfrontiert.

Also traurig gestimmt hat mich die Überzeugung (noch immer!) der Menschen, dass der Besitz von Sparbüchern, Bausparverträgen, eigengenutzten Immobilien usw. bereits Vorsorgen bedeutet. Bitte nicht falsch verstehen, die angeführten Instrumente haben auch Vorteile und Nutzen, nur, ein 10.000-Euro-Sparbuch oder voll ausgenutzter Bausparvertrag (€ 100,00 monatlich) sind bei Berufsunfähigkeit, in der Pension etc. ein Tropfen auf den heißen Stein.

Daher sind aus meiner Sicht solche Umfragen nicht repräsentativ, da die Fragestellungen für die gewünschten Ergebnisse einfach irreführend sind. Die Frage, die sich, wieder aus meiner Sicht, ebenfalls ergibt, ist: Welche Maßnahmen setzt nun der „Konsumentenschutz“? Oder ist man dort ebenfalls der Überzeugung, dass ein Sparbuch ein brauchbares Vorsorgeinstrument ist?

Auf jeden Fall, es gibt genug zu tun!

Raimund Hirzer

raimund@hirzer.at

zum Artikel: „Warum Österreicher nicht für die Pension vorsorgen”.

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