Und „plötzlich” ein Finanzierungsengpass ...

8.10.2014 – Auch hier können wir Steuerzahler sehen, wie die Politik die zukünftigen Leistungen einschränkt. Zum einen wird erfreulicherweise den Pflegegeldbedürftigen, welche bereits eine Einstufung haben, das Pflegegeld angehoben. Gleichzeitig wird jedoch der Zugang für Neueinstufungen wieder erschwert.

Es ist ja nicht so, dass man den Altersverlauf in Österreich nicht vorhersehen kann oder konnte. Es gab immer Stimmen, welche darauf pochten, die Steuermittel besser zu verteilen und nachhaltig mit dem Budget umzugehen.

Jahrelang wird von Seiten der Politik hingewiesen, dass es keinen Engpass in der Finanzierung der Krankenkassen, zukünftigen Pensionen oder Pflegeleistung gibt. Plötzlich und ohne offizielle Vorwarnung ändert man Gesetze/macht Novellen, erhöht Zugangshürden.

Leistungen zu reduzieren, die Steuerabgaben aber gleich hoch zu lassen, kann nicht der Weg für die Generationen sein, welche sich nun doch privat versichern müssen, um adäquate Leistungen zu erhalten.

Ein erklärtes Ziel wäre es, wenn alle Versicherungsbeiträge, welche zur Vorsorge abgeschlossen werden müssen, im vollem Umfang steuerlich absetzbar werden. So könnte man Krankenversicherung/Berufsunfähigkeitsversicherungen, Pensionsvorsorgen etc. auf die Privatwirtschaft umlegen.

Ich hoffe, wir erkennen, dass diese Vorsorgen selbstständig getroffen werden muss.

Konstantin Beran

konstantin.beran@wwk.at

zum Artikel: „Pflegegeld-Paket stößt auf Front der Ablehnung”.

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