Versicherungssteuer nicht der größte Schaden

12.2.2021 – Nicht nur, dass der Staat Versicherungssteuer einhebt (das tut er ja für fast alle Versicherungsprodukte) beeinträchtigt die Attraktivität von privater und betrieblicher Vorsorge.

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Dass Renten nach der Kapitalisierung steuerpflichtig werden, dass BU-Leistungen steuerpflichtig sind, das sind noch viel schwerwiegendere Nachteile. Aber der „Schrecklichste der Schrecken”, ist – (nicht der Kalauer mit dem Kupferschmied) die Nullzinspolitik in der EU.

Damit ist die Entreicherung der Sparer einbetoniert. Die Deckungsstöcke sind mittlerweile vollgerammelt mit Nullzinspapieren. Oder mit den 100-jährigen Anlei(c)hen der Republik (1,6 Prozent Kupon, 27,5 Prozent KESt, 1,6 Prozent Inflation – das ist die bittere Realität).

Der Staat hat lange nach der Hochzinsphase Anfang der 80er-Jahre die Versicherungssteuer von 3 auf 4 Prozent angehoben; nun haben wir seit 20 Jahren Niedrig- bzw. Nullzinsen (und viele schon Minuszinsen).

In Wahrheit wurde die (vergangene) Sanierung des Budgets über die Nullzinsen erreicht – also einer Entreicherung der Sparer und Anleger. Und das scheint so zu bleiben – von Anreizen für Vorsorgewillige sind wir weiter weg als vom Nulldefizit.

Rudolf Mittendorfer

r.mittendorfer@verag.at

zum Leserbrief: „Steuern auf Einzahlungen müssen weg”.

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