Vertrags-Stornos konkret hinterfragen

14.12.2017 – Das einzelne Unternehmen sollte froh sein, dass seine Produkte überhaupt vermittelt werden. Gebe es den unabhängigen Vermittler nicht, dann hätte das einzelne Versicherungsinstitut zum Teil gar nicht seine Produkte auf den Markt platzieren können bzw. wären in der Vergangenheit diverse Umsatzgewinne in der Sparte nicht so positiv ausgefallen.

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Wenn man das Storno der Verträge konkret hinterfragen würde, dann müssten sich die einzelnen Unternehmen selbst hinterfragen, denn schließlich boten die einzelnen Versicherer die Provisionssätze an, weil man ja auch an den großen Kuchen teilhaben wollte. Klar gab es auch Vermittler, die dieses System ausgenutzt hatten, jedoch wenn sich das einzelne Unternehmen mit seinen Vertriebspartnern bereits im Vorfeld besser auseinandergesetzt hätten, dann hätte man erkennen können ob man auf eine nachhaltige Partnerschaft bauen könne.

Für die Stornoquote der einzelnen Verträge kann aus meiner Sicht in der heutigen Zeit kaum mehr der Vermittler verantwortlich gemacht werden, denn bei korrekter Beratung wird sich jeder Vermittler schwer tun, ein bereits einige Jahre laufendes Vorsorgeprodukt mit einem neuen Produkt zu toppen. Vorausgesetzt, es handelt sich beim bestehenden Vertrag nicht um ein für den Kunden völlig unpassendes Produkt oder um eine nicht leistbare Vorsorge. Den Vermittler für sein eigenes Unvermögen jetzt verantwortlich zu machen, ist schon eine starke Sache.

Johann Nowak

office@nowak-versicherungen.at

zum Artikel: „Vermittler als Problem der Kundenbindung?”.

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