Viel Know-how wegrationalisiert

12.2.2014 – Langsam, sehr langsam, aber doch setzt sich in den Köpfen gewisser „Erneuerer“ die Erkenntnis durch, dass die Idee, ältere, damit auch nach dem derzeitigen System teurere Mitarbeiter einfach durch junge Uni-Absolventen zu ersetzen, nicht so recht klappen will. Es wird nämlich unruhiger, dafür aber trotzdem teurer. Warum? Ganz simpel, weil man auch viel heute schwer zu erwerbendes „Know-how“ wegrationalisiert hat.

Die Zeit ist zunehmend technisiert und kurzlebig, aber man kann im Schnitt davon ausgehen, dass nicht alle ältere Technik und Arbeitsmethoden einfach auf Nimmerwiedersehen verschwinden.

Ein gutes Beispiel bringt heute eine große Tageszeitung: Der Nachwuchs an Uhrmachern, die die mechanischen, komplexen älteren Werke noch reparieren können, ist rapide gesunken. Dabei wäre, da solche Uhren immer mehr zu begehrten Sammlerstücken werden, großer Bedarf an Fachkräften gegeben.

Es wäre durchaus vorstellbar, dass in unserer teilweise „überverjüngten“ Branche zum Beispiel im Schadenberich ältere Mitarbeiter, die ruhig auch mal mit dem Jungen, wie früher, zu einem Kunden fahren sollten und einen Standardschaden an Ort und Stelle abwickeln. Das spart unbrauchbare, aber teure „Gutachten“ oft selbsternannter Sachverständiger.

Auch im Fachbereich wäre es oft hilfreich und sinnvoll, bei Kunden vorbeizuschauen und Bedarf und Möglichkeiten fachlich einwandfrei vor Ort abzuklären. So spart man all jenen Ärger etc., der durch unpassende Veträge spätestens beim ersten Schaden sicher auftreten wird.

Gerald Winterhalder

office@alcor.at

zum Artikel: „Mitarbeiterwissen vor der Pensionierung retten”.

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